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Mittwoch, 2. April 2014

Zur Firmung: Eine Torte nur für Lisa


Vor fast vier Wochen hat mich die Mutter von Lisa kontaktiert, weil sie eine Torte zur Firmung ihrer Tochter brauchte. Da ich Lisa nicht so gut kenne wie ihre Mutter, habe ich nach den Wünschen für die Dekoration gefragt. Die schöne Antwort darauf war, dass sich Lisa eine Torte nur für sich wünsche, mit Blumen darauf und vor allem mit ihrem Namen. Sie wollte auch keine klassisch religiöse Motive  haben und die Torte musste für 30 Personen reichen.

Ihre Mutter hat mir die Einladungskarte für die Firmung gesendet, damit ich mich daran etwas orientieren konnte. Sie war und ist wunderschön und die perfekte Vorlage für die Farben und das Namensschild der Torte.



Damit das Religiöse bei der Torte trotzdem ihren Platz finden konnte, habe ich vorgeschlagen, zuoberst eine Taube zu setzten. Zudem könnte man die Dots, die ich für die Seiten vorgeschlagen hatte, als farbige Oblaten auslegen.



Für das Innenleben der unteren Torten war eine Himbeerquark und für die oben eine Milchmädchen gewünscht. Zudem sollte sie unbedingt quadratisch werden.

Nachdem Lisa mit meinem Entwurf für die Torte zufrieden war, konnte ich an die Produktion gehen.

Bekanntlich ist die Masse für eine Quarktorte beim Einfüllen immer recht flüssig. Daher musst ich mir als erstes eine grosse, rechteckige Form basteln (25 x 25 cm), die ich als „Ring“ um das Biskuit stellen konnte. Die Form habe ich aus sehr stabilem Karton geklebt, die ich mit Alufolie umwickelt habe.

Zwei Wochen zum Voraus habe ich angefangen, die Dekoelemente zu formen. Angefangen habe ich mit der Taube. Den Körper konnte ich recht flott gestalten. Die Flügel waren allerdings eine absolute Herausforderung. Das erste Paar konnte ich nach dem Trocknen nicht verwenden, weil es total bescheuert aussah. Bei einem erneuten Versuch am nächsten Tag, hatte ich dann den Dreh raus.

Damit ich mich an das Namenschild und die Dots machen konnte, musste ich nun Fondant einfärben. Danach konnte ich alle Dots ausstechen, das Namensschild anfertigen, die Blumen modellieren und die Buchstaben ausstechen.

Für die Torte selber habe ich zwei Mal die 1.5 fache Menge des Express-Biskuit gebacken. Die Füllung habe ich wieder mit Qimiq gemacht. Allerdings habe ich zur Stabilisierung noch extra Gelatine dazu gegeben. Hier ist das Rezept:

Torte mit Himbeer-Quark-Qimiq-Füllung
für eine rechteckige Form von 25 x 25cm und 10 – 12 cm Höhe

1 kg Himbeeren, tiefgekühlt oder frisch
250 g sehr gute Himbeerkonfitüre

6 Blatt Gelatine, eingeweicht
750 g Qimiq
400 g Magerquark
150 g Zucker
4 dl Vollrahm (Sahne)

1 rechteckiger Rahmen, 25 x 25cm Innenmass
1 Kappaplatte 25 x 25 cm

Am Vortag die Himbeeren mit der Konfitüre aufkochen. Die Masse durch ein Sieb streichen, damit möglichst viele Kerne zurück bleiben. Auskühlen lassen.

Am nächsten Tag 250 g des Himbeermus erneut aufkochen. Die eingeweichte Gelatine darin auflösen. Mit weiteren 250 g Himbeermus vermischen (Achtung! Angleichen!). Die übrig gebliebenen, gekochten Himbeeren werden benutzt, um den Biskuitboden zu Tränken.

Das Qimiq mit dem Handmixer durchrühren, bis es schön glatt ist. Den Quark und den Zucker dazu geben und weiter rühren. Danach das vorbereitete Himbeermus mit Gelatine, unterrühren. Kurz kühl stellen. Sobald die Masse am Rand anfängt zu gelieren, den geschlagenen Rahm unterheben.

Inzwischen die Biskuits in vier Lagen schneiden. Dabei können zwei Lagen durchaus etwas dünner sein. Es ist wichtig, dass je eine für den Boden und den Deckel gut und stabil sind.

In den rechteckigen Rahmen die Kappaplatte legen. Sie muss richtig satt eingespannt sein, damit keine Masse auslaufen kann. Der Rahmen muss auf einer stabilen Unterlage stehen, am besten auf einem Holzbrett, das im Kühlschrank Platz hat.
In den so vorbereiteten Rahmen den zugeschnittenen Biskuitboden legen. Am besten wird das Biskuit ½ cm grösser zugeschnitten, als der Rahmen ist. So liegt es richtig satt und ohne Spalten im Rahmen.

Das restliche Himbeermus mit Wasser soweit verdünnen, dass es etwas flüssig ist. Ein Teil auf den Boden verstreichen. 1/3 der Quarkmasse auf den Boden giessen. Einen Zwischenboden darauf legen und mit dem flüssigen Himbeermus tränken. Ein weiteres Drittel der Quarkmasse darauf giessen und wieder mit einem Zwischenboden abdecken, der getränkt wird. Die restliche Quarkmasse darauf giessen und mit dem Biskuitdeckel verschliessen.

Die Torte muss nun mindestens acht Stunden in den Kühlschrank. Sie ist sehr schwer!!!


Die zweite Torte ist eine Milchmädchen mit Rahm, 15 x 15 cm und ca 12 cm hoch. Dafür habe ich das Rezept mit 600 g Kondensmilch gemacht. Allerdings hatte ich noch Böden und Rahm übrig und konnte damit noch ein kleines Cake für uns machen.

Eingestrichen habe ich die zwei Torten am nächsten Tag, mit der Buttercreme Raz-Faz. Dafür habe ich 500 g weisse Schokolade genommen. Es war nur noch ein kleiner Rest übrig.

Nachdem ich die Torten eingedeckt und auf das Cakeboard platziert hatte, trieb ich zur Stabilisierung einen angespitzten Buchenstab durch die ganze Torte. Das geht am besten mit einem Fleischhammer. Wer sich gerne ein Video anschauen möchte, wie das am besten geht mit dem Torten sicher Stapeln, kann das hier schauen. Danach konnte ich endlich wieder einmal meine Airbrush benutzen: Die ganze Torte inklusive Board wurden pink eingesprüht. Am Ende waren dann auch der Fussboden und die Schranktürchen in der Küche, in edlem Pink eingefärbt. Zum Glück kann man die Farbe gut abwaschen und es bleiben keine Spuren zurück.



Zuletzt habe ich dann noch die vorbereiteten Dekorationen angebracht und bin dann total erschöpft ins Bett gefallen. Für diese Torte habe ich etwa 20 Stunden gebraucht.

Die Freude darüber war aber bei allen gross und so lohnt sich doch der Aufwand immer wieder. Besonders dann, wenn man von einer lieben Cousine angefragt wird.

Ganz liebe Grüsse, Sandra









Sonntag, 23. Februar 2014

Schon wieder: Pudeltorte zum Geburtstag.


Es ist schon eine Weile her, seit ich die letzte Torte gemacht habe. Diese Woche hatte ich aber einen guten Grund zum Backen: Meine Nichte wurde 12 Jahre alt. Da sie absolut nicht auf Rosarot, Glitzerkram und Schleifchen steht, fielen viele Mädchenthemen schon einmal weg. Nach ein paar Überlegungen bin ich dann zum Schluss gekommen, dass es etwas mit Hunden sein musste.

Bei den Hunden komme ich immer wieder gerne auf den Pudel zurück. Er eignet sich hervorragend zum Modellieren, ist elegant und zugleich doch ein wenig mädchenhaft (aus oben genanntem Grund habe ich auf das schon fast obligatorische Schleifen auf dem Haarschopf der Pudeldame verzichtet).



Die Pudel habe ich aus Blütenpaste modelliert. Wenn ihr möchtet, stelle ich gerne eine Anleitung dazu auf meinen Blog.




Die Zahlen habe ich nach dieser Anleitung gemacht. Allerdings habe ich die Paste etwas dünner ausgewallt, als ich in der Anleitung angegeben habe. Die Pakete sind aus Marzipan, das ich erst nach dem Formen angemalt und in Glitzer gewendet habe.

Für die Torte habe ich das Rezept der Milchmädchentorte gemacht, herunter gerechnet auf zwei grosse Eier. Mit anderen Worte:

2 grosse Eier
400 g Kondensmilch
150 g Mehl
etwas mehr als 1/2 P Backpulver
eine Prise Salz

Die Herstellung der Böden (für diese Torte habe ich Böden von 18 cm Durchmesser gebacken) könnt ihr hier in Wort und Bild sehen. Die Böden habe ich dann mit 1/2 Liter Rahm (Sahne) gefüllt. Vielleicht habt ihr schon auf den Bildern gesehen, dass die Torte diesmal nicht mit Fondant eingedeckt ist, sondern mit der Buttercreme Raz-Faz, eingestrichen. Die im Rezept angegebene Menge langt fürs Einstreichen und für die Deko, die ich gemacht habe. Viel bleibt dann aber nicht mehr übrig.


Da ich auch noch eine Zuger Kirschtorte ans Geburtstagsfest mitgebracht habe, hatte die Gastgeberin noch eine Menge Kuchen übrig. Für diesen Fall ist es absolut kein Problem, die Milchmädchentorte ein zu frieren und zu einem späteren Zeitpunkt zu essen.

Am besten schneidet man dann die (kalte) Torte in Stücke und legt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Das Blech in den Tiefkühler legen. Sobald die Stücke gefroren sind, kann man sie in einen geeigneten Tiefkühlbeutel legen, gut verschliessen und bei Bedarf heraus nehmen. Das Auftauen der einzelnen Stücke dauert dann etwas eine Stunde.

Herzliche Grüsse, Sandra

Sonntag, 10. November 2013

Stangensellerie ist gut für eine schnelle Rosendekoration

Es kann sein, dass Euch der Titel meines heutigen Post etwas verwirrt. Aber es ist tatsächlich so, dass man mit Stangensellerie eine sehr schnelle und vor allem auch schöne Rosendekoration machen kann. Ich habe für die Deko, mit aufräumen der Küche, und zwar tip-top, gerade einmal eine Stunde gebraucht.


Brauchen tut man eine sauber eingedeckte Torte möglichst ohne Dellen, rote und grüne Farbe, eine Staude Stangensellerie, ein paar Gummibänder und ein Schwämmchen oder einen dicken Pinsel zum Auftragen der Farbe.


Die Rosenblätter bei meiner Torte sind ehrlich gesagt etwas zu dick geworden. Dass könnte man aber ändern, in dem man schon beim Kauf des Selleries darauf achtet, eher filigranere Stängel zu nehmen. Ich habe das leider etwas verpasst. Als erstes wäscht man den Sellerie und schneidet ihn gerade ab. Die Schnittstelle ergibt dann die Rose. Also solange immer etwas abschneiden, bis man mit dem Bild zufrieden ist.


Die Stangen mit einem Gummiband fixieren und vielleicht noch etwas zurecht zupfen.


Danach in einem Teller etwas Farbe mit hochprozentigem (Schnaps, Wodka) anrühren. Mit einem Pinsel oder einem Schwämmchen die Farbe auf die Schnittstelle des Stangensellerie streichen und zuerst ein Probedruck auf ein Blatt Papier machen.


Wenn das Bild gefällt, kann man sich an die Torte wagen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass man den Selleriestempel über die Torte abrollt. Am besten fängt man auf der Rückseite der Torte an.


Wenn mal ein Abdruck nicht so toll raus gekommen ist, so ist das nicht schlimm: Man kann das zuletzt wunderbar korrigieren. Dafür nimmt man ein einziger Stängel des Selleries und tupft dann die zu korrigierenden Stellen nach.




Für die Blätter der Rosenblüten geht man ähnlich vor wie bei den Blüten. Dafür werden zwei eher filigranere Stängel mit einem Gummiband zusammen gebunden und die Schnittstelle grün eingefärbt. Um die Rosenblüten herum stempeln.


Meine Torte ist ein Dummy und steht nun in der Vitrine bei den anderen Dummys.







Sonntag, 7. April 2013

Hoppel-Hase im Osterkorb

In diesem Post stelle ich Euch den Hoppel-Hase im Osterkorb vor. Es war heuer unsere Ostertorte.



Bei dieser Torte habe ich wieder ein paar neue Sachen ausprobiert: Der Hoppel-Hase, eine neue fruchtige Füllung und eine neue Buttercreme, die auch eigentlich als Topping für Cupcakes rezeptiert war.

Als erstes widme ich mich dem Hasen. Ich habe ihn aus gut 200 g Marzipan modelliert oder besser, geformt. Das Marzipan habe ich folgendermassen aufgeteilt: Für den Körper 140 g. Für den Kopf 40 g und für die Ohren je 10 g. Für den Stummelschwanz habe ich vom Körper einen kleine Kugel abgezwackt.

Für den Körper und den Kopf müssen zwei längliche Laibe geformt werden. Für die Ohren formt man zwei lange Tropfen, die man dann etwas flach drückt. Die einzelnen Teile werden danach mit weisser Schokolade bestrichen und sofort in Kokosraspeln gewendet. So entsteht eine Fellstruktur. Die Teile trocknen lassen.



In den Körper muss man nun ein Stück eines Holzspiesschens stecken, damit man den Kopf darauf fixieren kann. Ich habe als Kleber zwischen dem Körper und dem Kopf weisse Schokolade verwendet.


Die Ohren werden innen noch mit etwas rosa Farbe bepudert. Danach bekommen auch sie einen Zahnstocher und werden mit Schoki an den Kopf geklebt. Der Stummelschwanz wird natürlich auch noch angeklebt. Nun muss der Hase wieder trocknen. Zuletzt bekommt er ein umgedrehtes Zuckerherzchen als Schnäutzchen und zwei Perlen als Augen. Mit einem  Stoffband um den Hals ist der Hoppel-Hase fertig.



Für die Torte habe ich wieder mein bewährtes Express-Biskuit, umgerechnet auf drei Eier, gebacken (Durchmesser 18 cm). Das Biskuit habe ich zwei Mal durchgeschnitten. Die Füllung war eine leckere Rhabarber-Erdbeermousse mit Qimiq hergestellt (ich muss dort wohl einmal Aktien kaufen :-)).


Erdbeer-Rhabarbermousse

150 g  frische Rhabarber (gerüstet gewogen)
100 g Zucker
200 g Erbeeren
250 g Qimiq
60 g Zucker
1 dl Sahne (Vollrahm)

Die Rhabarber schälen und in Stücke schneiden. Mit dem Zucker zugedeckt kurz dämpfen. Wenn tiefgekühlter Rhabarber verwendet wird, so dürfen danach für das Mousse nur die festen Fruchtstücke (150g), ohne den entstandenen Saft verwendet werden. Der Saft kann aber danach zum Tränken des zweiten Biskuitbodens verwendet werden. Wenn frischer Rhabarber verwendet wird, so nimmt man alles her.

Die Erdbeeren mit dem Rhabarber pürieren  Qimiq mit 60 g Zucker glatt rühren. Nach belieben kann noch Vanillezucker dazu gegeben werden. Die pürierten Früchte mit dem Qimiq vermischen. Die steif geschlagene Sahne unterheben.

Die Torte zwei Mal mit der Masse füllen und für eine Nacht in den Kühlschrank stellen. Die Torte kann nur gefüllt werden, wenn man mit einem Metallring arbeitet, den man um die Böden stellt. Die Masse ist zu flüssig, als dass man sie mit einem Spachtelmesser auf die Böden streichen könnte.

Am nächsten Tag die Torte aus dem Ring nehmen und rund herum mit Buttercreme nach Wahl einstreichen und danach das Korbgeflecht spritzen. Hier könnt ihr sehen, wie das gemacht wird.

Für den Bügel des Korbes habe ich einen etwas dickeren Draht genommen und ihn mit einem Stoffband, dass ich zuvor mit Kleber von der Rolle eingestrichen habe, eingewickelt.



Mit einer Schleife den Henkel aufpepen. Die Enden werden nun in einen Trinkhalm und danach in die Torte gesteckt.


Die Torten kann nun hübsch ausgarniert werden. Dazu habe ich grün eingefärbte Kokosraspeln als Gras auf die Torte gestreut. Darauf platzierte ich den Hopel-Hase, zusammen mit ein paar Marzipaneiern.




Sonntag, 24. Februar 2013

Auto und Katzen in 2D zum 80. Geburtstag

Diesmal hatte ich ein Tortenprojekt, das mich etwas heraus gefordert hat: Gewünscht war etwas mit Auto, drei Katzen und dem 80. Geburtstag. Die Deko sollte zudem so stabil sein, dass auf dem Transport in die Festhütte auf einer Alp, nichts kaputt geht. Ach ja! Als Füllung war ein Orangenmousse gewünscht! Und dies alles für ca. 8 Personen. Das heisst also, dass die Torte auch nicht zu gross sein durfte.

Nach langen Recherchen im Internet war ich noch keine Spur klüger. Erst im Forum Torten-Talk habe ich dann eine Idee gefunden: Ich wollte etwas in 2D machen! Ein Auto mit drei Katzen in 2D. Und das ist dabei heraus gekommen:



Und von oben betrachtet:


Ich habe ziemlich lange geübt, bis ich wusste wie ich die Elemente gestallten musste damit sie mir auch gefallen. Der Trick ist: Wenn die Teile klein sind, wie bei den Katzen, kann man sie nicht heraus schneiden sondern muss sie einzeln modellieren. Aber der Reihe nach.

Als erstes muss man sich das gewünschte Sujet heraus suchen und in der richtigen Grösse zwei Mal farbig ausdrucken. Dieser Druck ist die 1:1 Vorlage, mit der gearbeitet wird. Ein Druck wird in eine durchsichtige Sichtmappe gesteckt. Diese Vorlage wird gebraucht, um die einzelnen Teile darauf abzulegen und trocknen zu lassen.


Beim zweiten Druck wird das Auto ausgeschnitten und so zerteilt, wie die Teile aus Fondant, bei der fertigen Deko,  sein sollten.


Diese ausgeschnittenen "Schablonen" werden nun auf Fondant oder Blütenpaste (dick ausgerollt damit es Struktur bekommt) aufgelegt und ausgeschnitten. Die Kanten müssen danach sorgfältig mit den Fingern abgerundet werden. Nun kann man sie, wie bei einem Puzzle, auf der zweiten Vorlage zu einem Auto zusammen setzen. Eventuell muss an den Kanten noch etwas Zuckerkleber aufgetragen werden.
Auch da habe ich die kleinen Teile, wie die Lampen, Radkappen und Lichteinflüsse, von Hand modelliert. Nach einem Tag trocknen werden die Stossstangen und Radkappen silbern bemalen.

Bei den Katzen habe ich jeweils die einzelnen Teile modelliert und auf die Vorlage abgesetzt. So platziert trocknen auch sie zwei Tage. Zuletzt modelliert man die Gesichter (was mir persönlich immer sehr schwer fällt) und bemalt sie mit dem Tiegerlook. Alles in allem ist es eine Arbeit, die zeitmässig nicht zu unterschätzen ist.

Beim Aufsetzen der Deko auf die Torte kann es sein, dass die einzelnen Teile wieder auseinander fallen. Das ist aber nicht schlimm. Sie sind ja so stabil, dass man sie ohne Probleme erneut auf der Torte zusammen setzten kann.

Ach ja! Das Orangenmousse (habe ein neues Rezept ausprobiert) hat sich leider als Mimose herausgestellt und war nicht ganz so stabil, wie ich mir das gewünscht habe. Darum legte ich zur Sicherheit ein Stoffband als Abschluss um die Torte in der Hoffnung, dass es noch etwas mehr Stabilität in die Sache bringt. Zudem fertigte ich einen Kartonring an, den ich mit Backpapier einkleidete. Den Ring legte ich für den Transport um die Torte und polsterte die Kiste an den Seiten mit Luftkissen aus. Hoffentlich ist alles heil angekommen.






Mittwoch, 10. Oktober 2012

Knöpfe, Knöpfe, und zwar ohne Silikonform

Nun ist der Herbst also angekommen und im Garten gibt es nicht mehr ganz so viel zu Tun, wie noch vor einem Monat. Die Früchte sind ein gekocht, die Konfitüren und Gelees in den Gläsern und auch die Beeren sind eingefroren. Ist das nicht herrlich, vor so einem reich gefüllten Vorratskeller zu stehen und zu staunen, was die Natur für Geschenke her gibt? Einige dieser Köstlichkeiten werden natürlich für Füllungen meiner Torten weiter verwendet.

Nun habe ich wieder grosse Lust auf das Backen und Dekorieren von Torten bekommen. Kürzlich habe ich die Anfrage bekommen ob es möglich sei, eine Torte mit Knöpfen als Dekoration zu machen. Natürlich weiss ich, dass es entsprechende Silikonformen zu Kaufen gibt. Aber mal ehrlich, es ist doch einfach schlicht weg unmöglich, jede Silikonform, jedes Werkzeug und alle Farben zu haben. Daher habe ich mich etwas schlau gemacht und kann Euch nun eine kleine Anleitung, zur Herstellung von Knöpfen ohne Form, präsentieren.


Die Anleitung ist eine Inspiration und Eurer Fantasie ist keine Grenze gesetzt. Brauchen tut man Fondant, Ausstecher in verschiedenen Formen und Grössen, Utensilien, mit denen man schöne Prägungen machen kann und ein Rollstab zum Ausrollen des Fondants.


Als erstes rollt man den Fondant nicht zu dünn aus und prägt ihn mit den zurecht gelegten Utensilien. Lasst der Kreativität freien Lauf!


Nun werden unterschiedliche Formen aus gestochen und in der Mitte zwei oder vier Mal gelocht.


Die so entstandenen Knöpfe werden auf der Torte arrangiert. Bei einigen Knöpfen wird der Faden mit Hilfe von Icing, angebracht. Ich habe für so kleine Sachen immer etwas Icing aus der Tube zu Hause, die es in gut sortierten Warenhäusern zu kaufen gibt. Die Tuben halten sich echt lange, wenn man sie nach dem Brauchen wieder sorgfältig säubert und verschliesst. In der Schweiz bekommt man sie in der Backabteilung von grösseren Migros und Coop.


Sind sie nicht hübsch, die Knöpfe? Und so schnell gemacht!


Mittwoch, 30. November 2011

Darf ich vorstellen? Madame Fifi und Monsieur Filou

Darf ich vorstellen? Madame Fifi in neuem Kleid und ihre Begleitung, Monsieur Filou. Er ist noch nicht ganz trocken hinter den Ohren und muss noch etwas aushärten.


Wie ihr sehen könnt, hat die kleinere Madam Fifi ein neues Kleid bekommen. Der Wunsch ist, dass sie einem Kooiker in weiss-braun ähnlich sieht. Monsieur Filou soll einem Labrador in dunkelbraun ähneln. Ich habe mein Bestes gegeben.

Im Unterschied zu dem Video habe ich mich entschlossen, die Vorderbeine vom Körper weg zu stellen. Es gefällt mir so besser. Nun freue ich mich darauf, die Torte zu machen.


Sonntag, 4. September 2011

Marzipan-Schichttorte: Ein Traum mit Pfirsichen und Schokoladenrand

Hier präsentiere ich Euch nun die fertige Geburtstagstorte.




Auch diesmal habe ich für das Geburtstagskind keine Fondanttorte gemacht. Bei dieser Hitze kommt der Fondant einfach nicht so gut an (ausser bei mir). Nach langem Überlegen habe ich mich entschieden, einen Schokoladenrand zu machen. Der wird folgender massen gefertigt:

100g dunkle Schokolade werden über dem Wasserbad sorgfältig geschmolzen. Immer wieder einmal umrühren. Parallel dazu werden 50g Schokolade, ich habe 50g Milchschokolade genommen damit es nicht zu herb wird, fein gehackt. Auf ein Backpapier vier Rechtecke aufzeichnen, in der Grösse, in der die Schokoladeplatten sein sollten.

Wenn die Schokolade über dem Bad geschmolzen ist, das Gefäss aus dem Wasser nehmen. Die Unterseite des Gefässes trocknen, damit kein Wasser in die Schoki kommt. Nun die vorbereitete, gehackte Schokolade solange unter die geschmolzene rühren, bis alles aufgelöst ist. Dabei darauf achten, dass nicht zuviel Luft eingearbeitet wird.

Genügend Schokolade auf eines der vorgezeichneten Rechtecke giessen und sofort mit einem Schpachtel oder einer Tortenschaufel verstreichen. Ich habe den Fehler gemacht und zuwenig darauf geachtet, dass die Kanten dick genug waren. Dadurch ist mir der Schoki dann da etwas abgebröckelt. Je dicker der Schoki ausgestrichen wird, umso stabiler werden die Platten.
Nach dem totalen Auskühlen werden die Platten am besten mit Ganache oder Buttercreme an die Seiten der Torte kleben.
Für eine runde Torte wird ein langer Streifen auf ein Backpapier aufgezeichnet und mit Schokolade ausgestrichen. Dieser Streifen muss allerdings noch um die Torte gelegt werden, bevor die Schokolade ausgehärtet ist. Erst an der Torte total aushärten lassen.

Die Oberfläche der Torte ist weisse Schokoladenganache. Ich habe sie aufgestrichen und mit einem heissen Löffel Muster hinein gedrückt.
Für die Gerberas habe ich mich für eine einfachere Variante entschieden. Zu einem späteren Zeitpunkt will ich euch mit Fotos zeigen, wie einfach die sind. Für eine Blume braucht man mit ein wenig Übung gute 10 Minuten.
Trotz der Einfachheit der Blumen wollte das Geburtstagskind fast nicht glauben, dass ich die gemacht habe. Da kann man nur sagen: Ziel erreicht.




Dienstag, 19. Juli 2011

Wir kommen zu spät, Alice!

Leider ist ja der Sommer nicht ganz so berauschend, wie ich mir das gewünscht habe. Das Gute daran ist, dass ich mit mehr Zeit und Musse für die Dekorationen zu meinem Projekt "Alice im Wunderland" habe.

Soeben ist die Uhr vom Hasen fertig geworden. Wir erinnern uns, dass er Alice dauernd daran erinnert, dass sie zu spät kommen. Wohin auch immer.




Den unteren Teil der Uhr habe ich aus Marzipan, gemischt mit ein wenig Blütenpaste, geformt. Dies erledigte ich allerdings schon vor über einem Monat. So hatte es Zeit, richtig durchzutrocknen. Das Zifferblatt ist aus reiner Blütenpaste. Ebenso die Umrandung des Zifferblattes und die Zeiger. Sicher staunt ihr darüber, wie akkurat die Zahlen geschrieben sind. Tja, das ist eben Können! Nein, natürlich habe ich da getrickst. Für die Zahlen habe ich die Rubbeldinger gekauft, die man in jeder guten Papeterie bekommt. Um die aber sauber auftubbeln zu können, muss die Blütenpastenscheibe wirklich trocken sein.

Einmal mehr bin ich begeister von der tollen Goldfarbe. Sie ist genial schön. Die Zeiger sind mit dem Margeritenausstecher ausgestochen.
Also mir gefällt die Uhr ganz doll!

Mittwoch, 25. Mai 2011

Royal Icing für royale Dekorationen zum Letzten

Als vorläufigen Abschluss des Themas "Royal Icing" will ich euch noch ein paar Varianten für Bordüren, Abschlüsse oder einfach Dekorationen zeigen. Hier eine Übersicht, die ihr alle sicher noch erweitern könntet.


Es ist gar nicht so schwer, die Muscheln, Perlen und Sterne zu dressieren.



Zum Spritzen von Muscheln müsst ihr den Spritzsack mit einer Sterntülle bestücken und natürlich auch mit Icing füllen. Den Spritzsack auf der Unterlage ansetzen. Die Zuckermasse mit sanftem Druck herausdrücken. Dabei das Handgelenk ein klein wenig nach links kippen. Nun entsteht die typische Erhebung der Muschel. Nun das Handgelenk zügig nach rechts kippen und die Spitze der Muschel ist gemacht. Wenn ihr nun die Muscheln aneinander reiht, so ensteht das oberste Muster auf der untersten Abbildung. Achtet darauf, dass ihr diese Bewegung nicht mit dem Arm sondern aus dem Handgelenk macht.

Damit ihr wisst was ich meine, habe ich noch ein Video gesucht in dem ihr die gezackte Bordüre sehen könnt. Hier ist es. Auf dieser Basis könnt ihr dann auch die Bordüre mit den versetzten Muscheln spritzen. Oder ihr verwendet eine glatte Tülle und erhaltet eine Perlenkette. Ihr seht, der Fantasie ist keine Grenze gesetzt. Probiert es doch einmal aus, wenn ihr nicht unter Zeitdruck steht und Euch so nach Lust und Laune austoben könnt. Hier seht ihr ebenfalls ein paar Möglichkeiten für Icing. Und in diesem Video wird gezeigt, wie man kleine Blümchen mit einer gewöhnlichen Sterntülle machen kann.

Weiter besteht die Möglichkeit, marmorierte Dekorationen zu machen. Dafür färbt ihr das Icing in den Farben ein, die ihr wünscht. Den Spritzsack vorbereiten und an jede Seite im Spritzsack eine Farbe "hinkleben". Zuletzt habt ihr alle Farben in dem selben Sack aber weil ihr sie etwas separiert habt, vermischen sie sich nicht zu fest sondern kommen hinaus, ähnlich wie bei einer Zahnpaste.

Sonntag, 15. Mai 2011

Royal Icing für royale Dekorationen Teil 2

Logischerweise hätte mein Post über Icing damit anfangen sollen, dass ich Euch zeige mit was ich arbeite. Nun mache ich das halt im zweiten Teil.
Es gibt in den Internetshops unzählige Tüllen zu kaufen, die speziell für Icing sind. Für mich ist es aber unmöglich, alles in meinem Backsortiment zu haben. Darum probiere ich, möglichst mit meinen vorhandenen Werkzeugen zu arbeiten und wenn ich dann merke, dass mir wirklich etwas mehr als einmal fehlt, kaufe ich es zu. Für das Icing arbeite ich hauptsächlich mit glatten und gezackten Tüllen und mit dem Papiercornet. Ein Papiercornet herzustellen ist sehr einfach und mit der Zeit kann man das im Schlaf. Ich mache meine immer aus Backpapier.

Dafür schneidet ihr eine Ecke vom Backpapier ab. Achtet darauf, dass es nicht ein gleichschenkeliges Dreieck ist, sondern wie auf dem Foto zu sehen ist ein ungleichmässiges. Die längste Seite sollte zudem sauber abgeschnitten sein und nicht etwa ausgefranst.



Nehmt nun das Papier wie auf dem Foto beschrieben zwischen den Daumen und den Zeigefinger der linken Hand. Packt die obere Spitze mit der rechten Hand und rollt das Papier zu einem Cornet.




Die Spitze, die ihr auf dem oberen Foto noch sehen könnt, steckt ihr dann zum Fixieren in die Tüte. Fertig ist das Cornet.



Es ist nun bereit, um mit Icing gefüllt zu werden. Macht es nicht zu voll, weil Euch sonst die Glasur oben überquellt. Zum Schliessen der Tüte klappt ihr nun die obere Spitze nach unten und die Ecken nach innen. Nun nur noch mit der Schere das Ende des Cornets so weit abschneiden, wie ihr es wünscht. Je mehr ihr abschneitet, umso dicker wird der Icing-Strahl.

Wenn ich eine Tülle gebrauchen will, so nehme ich aber meine Einwegspritzsäcke zur Hand. Sie sind sehr praktisch und nach dem sorgfältigen Auswaschen durchaus mehr als einmal benutzbar.


Hier habe ich aber nun gemerkt, dass ich noch weiter Grössen von Tüllen gebrauchen kann. Zumal man die auch gut für geschlagenen Sahen gebrauchen kann. Die werden also noch zugekauft.
Das letzte Foto zeig nun, wie ich persönlich den Spritzsack in der Hand halte. Durch das, dass ich das Ende um den Daumen wickle habe ich das optimale Gefühl und die Kraft, die Masse herauszudrücken.


Wichtig ist für mich auch immer, dass ich einen sauberen Dressiersack habe. Das heisst, dass ich den Inhalt immer mit einer Teigkarte bis ganz nach unten streiche, so wie man eine fast leere Tube Senf ausstreicht. Wenn ihr die mit Icing gefüllten Tüten ablegt ist es auch hier wichtig, dass sie mit einem feuchten Tuch gedeckt werden. Die Tüllen und Spitzen sind sonst sehr rasch verstopft.

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