Dienstag, 3. Juli 2012

So hätte es gewesen sein können...und Buchstaben making of...

Vor etwas mehr als zehn Jahren haben mein Mann und ich standesamtlich geheiratet. Es war eine schlichte Feier im engsten Kreise unserer Freunde. Diejenigen die dabei waren wissen auch noch, dass es damals keine Hochzeitstorte gegeben hat. Leider, muss ich im nachhinein sagen. Nun habe ich eine dekoriert, wie sie hätte aussehen können. Unsere Einladungen waren in weiss, blau und silber gehalten. Darum habe ich die Farben auch wieder für die Torte aufgenommen. Ach ja, das Innenleben ist feinstes Styropor. Meine Hochzeitstorte wird nämlich jetzt aufbewahrt.


Und weils so romantisch ist, noch eine zweites Foto...



Hoffentlich könnt ihr das silberne Band erkennen, dass um die Torte gelegt ist. Nun möchte ich Euch zeigen, wie ich die Buchstaben gemacht habe.

Als erstes werden die gewünschten Buchstaben ausgedruckt und auf der Vorderseite und Rückseite mit Klebeband beklebt. Sie werden so stabiler und können auch mehrmals verwendet werden. Die Buchstaben mit einem Cuttermesser sorgfältig ausschneide.

Nun Blütenpaste in der gewünschten Farbe zwei Millimeter dick auswallen. Am besten verwendet man dafür Teighölzer.


Auf dieses ausgewallte Stück Blütenpaste legt man möglichst faltenfrei, ein Stück Frischhaltefolie.


Darauf legt man ein zweites Blatt Blütenpaste, dass ebenfalls zwei Millimeter dick ausgewallt wurde. Dieses Sandwich nun noch einmal sorgfältig vier Millimeter dick auswallen.


Auf diesen Doppeldecker nun die gewünschte Form legen und mit einem scharfen Skalpell durch beide Schichten das Ornament heraus schneiden. Am besten geht das mit langen, beherzten Schnitten.


Wenn alles ausgeschnitten ist wird die Vorlage auf eine flache Unterlage gelegt, die mit Klarsichtfolie bezogen ist. Nehmt kein Papier, weil sich sonst die Buchstaben beim Trocknen wellen.


Nun löst man vorsichtig das obere Ornament aus der Blütenpaste und legt es auf die Vorlage. So kann man sicher sein, dass der Buchstaben nicht eventuell verzogen zum Trocknen gelegt wird.
Damit die Buchstaben später in die Torte gesteckt werden können, brauchen sie eine Stütze. Die formt man passgenau aus nicht zu dickem Draht. Vor dem Auflegen des Drahtes wird das Ornament noch dünn mit Zuckerkleber bestrichen.


Nun wird das zweite Ornament aufgelegt. Natürlich muss noch die Zwischenfolie entfernt werden.


Die Buchstaben sorgfältig, aber gründlich zusammen und zurecht drücken. Mit dieser Methode hat man den Vorteil, dass zwei fast identische Buchstaben oder Ornamente in nur einem Durchgang ausgeschnitten werden. Zudem passen sie viel besser aufeinander, als wenn jeder einzeln ausgeschnitten wird.

Die Ornamente müssen jetzt mindestens zwei Tage trocknen. Nach einem Tag wenden.

Nachtrag vom 17.03.2013: Da sich die Frage gestellt hat, was für eine Schriftart meine Buchstaben sind, möchte ich es an dieser Stelle für alle beantworten.

Bei der Schriftart handelt es sich um Harrington. Ich habe die Initialen im Word geschrieben. Um auf die Grösse von 8 cm zu kommen, müssen sie vergrössert werden. Die Schriftgrössenauswahl geht nur bis 72. Wir brauchen aber ungefähr 320. Diese Zahl muss nun manuell in das Feld mit der Schriftgrösse eingetragen und mit Enter bestätigt werden. Natürlich müssen die Initialen im Dokument markiert sein, damit sie das neue Format übernehmen.




Mittwoch, 20. Juni 2012

Des rätsels Lösung heisst: "Kiewskij Tort" oder zu Deutsch "Kiewer Torte"

Seit Anfang des Monats liegt das Rezept für die Kiewer Torte bei mir auf dem Schreibtisch. Mich hat es schon lange in den Fingern gejuckt, sie zu backen. Gestern nun konnte ich sie endlich anschneiden und ich bin begeistert. Das Rezept werde ich auf alle Fälle noch öfters machen.


Original ist die Torte gefüllt mit einer Caramell- Buttercreme. Ich habe das Rezept diesbezüglich abgeändert und sie mit Sahne und frischen Erdbeeren gefüllt. Genau das ist aber das tolle an dieser Torte: Mann kann sie füllen wie man möchte. Und wenn sie mit Buttercreme oder Ganache eingestrichen wird, so kann man sie sogar mit Fondant eindecken. Das Rezept langt für eine Torte von 25 cm Durchmesser. Ich habe mich allerdings für Törtchen von 15 cm Durchmesser entschieden. Dafür gab es dann gerade drei Stück davon. Hier also das Rezept:

Kiewskij Tort

250 g weiche Butter
600 g Mehl
5 Eigelb
5 Eiweiss
400 g Zucker
5 El Crème fraîche oder Sahne
1 Pr. Natron oder ersatzweise Backpulver
150 g Baumnüsse (Walnüsse) grob gehackt

Die Butter und das Mehl mit einem Teighorn oder Messer zusammenschneiden. Es sollte ein krümeliges Pulver ergeben.


Die Eigelb mit 200 g Zucker schaumig Rühren. Das Natron mit der Crème fraîche vermischen und zur Eimasse geben. Das Mehl dazugeben und rasch zu einem Teig kneten (nicht zu lange, sonst wird der Teig zäh). Den Teig für ca. zwei Stunden in den Kühli geben.

Den Teig 4 mm dick auswallen und sechs Kreise von 25 cm Durchmesser ausstechen. Für meine Törtchen habe ich 12 Kreise von 15 cm Durchmesser ausgestochen und keine Teigresten mehr über gehabt. Die Kreise auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Den Backofen auf 190 - 200°C Umluft vorheizen.

Das Eiweiss zusammen mit den restlichen 200 g Zucker steif schlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das dauert ca 5 Minuten. Der Schnee sollte samtig aussehen, zart sein und seine Form gut behalten.

Die Böden nacheinander für ca 5 Minuten backen. Der Rand sollte sich leicht bräunen. Danach auf jeden gebackenen Boden Eiweissschaum aufstreichen und mit 150g Baumnüssen bestreuen.


Die Böden weiter backen, bis die Eiweissmasse leicht bräunlich ist. Die Böden auskühlen lassen.
Original werden nun die Böden mit einer Buttercreme aus 200 g Butter und 250 g caramellisierter Kondensmilch, gefüllt. Für meine Füllung braucht man:

1 lt Halbrahm (fettreduzierte Sahne, 25% Fettgehalt)
500 - 750 g süsse Erdbeeren

Den Rahm mit dem Vanillezucker steif schlagen. Ein paar schöne Erdbeeren für die Garnitur zur Seite legen, den Rest klein schneiden. Die Törtchen mit der Sahne und den geschnittenen Erdbeeren füllen. Pro Törchen habe ich vier Böden gebraucht.
Die Torte mit Sahne einstreichen.


Nun die Torte mit dem restlichen Rahm und den Erdbeeren ausgarnieren. Vor dem Essen sollte sie für mindestens 10 Stunden im Kühlschrank durchziehen. Danach geniessen.


Eventuelle Resten können, ohne Erdbeergarnitur, gut eingefroren werden. Meine Nachbarin, die zur Genesung nach einer Operation ein Törtchen ab bekommen hat, hat sie mit "absolut himmlisch" bezeichnet. Da kann ich mich nur anschliessen!


Montag, 18. Juni 2012

Was wird denn das für eine Torte?

Ja, diese Frage werfe ich in die Runde. Was für eine Torte entsteht da mit diesen Böden?


Kürzlich habe ich das spannende Rezept von der Torte gelesen, die hier am entstehen ist. Mir war sofort klar, dass ich dieses Rezept unbedingt ausprobieren muss. So habe ich mich heute in die Küche gestellt und angefangen zu Backen. Soviel will ich schon verraten: Die Torte muss nach dem Füllen unbedingt durchziehen, genau wie die Milchmädchentorte. Sie kann mit jeder beliebigen Füllung bestückt werden und wird nach dem Einstreichen mit Buttercreme oder Ganache sogar fondanttauglich. Was genau da am Entstehen ist, wie das Rezept lautet und ein Foto vom Anschnitt poste ich für Euch in Kürze.


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