Mittwoch, 30. November 2011

Darf ich vorstellen? Madame Fifi und Monsieur Filou

Darf ich vorstellen? Madame Fifi in neuem Kleid und ihre Begleitung, Monsieur Filou. Er ist noch nicht ganz trocken hinter den Ohren und muss noch etwas aushärten.


Wie ihr sehen könnt, hat die kleinere Madam Fifi ein neues Kleid bekommen. Der Wunsch ist, dass sie einem Kooiker in weiss-braun ähnlich sieht. Monsieur Filou soll einem Labrador in dunkelbraun ähneln. Ich habe mein Bestes gegeben.

Im Unterschied zu dem Video habe ich mich entschlossen, die Vorderbeine vom Körper weg zu stellen. Es gefällt mir so besser. Nun freue ich mich darauf, die Torte zu machen.


Montag, 28. November 2011

Madam Fifi stellt sich vor...

Seit längerer Zeit habe ich bei meinem Arbeitskollegen ein Eierabonnement. Ja, ihr lest richtig, ein Eierabonnement. Das geht folgendermassen: Mein Arbeitskollege hat einen Haufen glückliche Hühner und dementsprechend viele Eier. Die liefert er mir für meine Tortenbäckerei. Im Gegenzug backe ich ihm nun eine Motivtorte zu seinem 22-igsten Hochzeitstag.  Lange mussten wir uns nicht über das perfekte Motiv besprechen: Seine Frau liebt die zwei Haushund ganz fest. Darum müssen Hunde mit auf die Torte.


Das Hündchen hier ist die Hundedame. Der letzte Schliff fehlt ihr noch. Sie wird nämlich noch ein wenig braune Farbe bekommen, um das Fell etwas anzudeuten. Auch hat sie an Stelle des Blümchens schon ein winziges Herzchen auf den Kopf bekommen. Die Anleitung zum Modellieren von Hunden nach dieser Art habe ich nach langem Suchen auf im Netz gefunden. Eigentlich ist es eine Anleitung zum Modellieren von Fimodalmatinern. Aber schaut doch hier selber.

Ich habe auch noch ein paar wenige Fotos gemacht. Für den Fall, dass der Link einmal nicht mehr funktionieren sollte.


Als erstes wird ein schlanker Kegel geformt.


Mit einem dickeren Stängel, zum Beispiel eines Pinsels, eine tiefe Kerbe in den Kegel drücken.


Die Vorderbeine heraus modellieren. Ebenso die Pfoten der Hinterbeine heraus modellieren. Für die Oberschenkel zwei Kugeln platt drücken und an die Hinterpfoten kleben. Das seht ihr im Video gut.

Ihr fragt Euch sicher, wie die fertige Torte aussehen soll. Das ist noch ein kleines Geheimnis. Nur soviel verrate ich Euch: Es wird unten eine runde Torte geben. Der zweite Boden wird ein Kissen sein aus Trüffelmasse, auf dem die Hunde sitzen.

Lange habe ich mir überlegt, wie ich die Trüffelmasse am Besten in eine Kissenform bekomme. Es sollte nicht zu dick sein. Da ist mir die Idee gekommen, die Masse in einen Tiefkühlbeutel zu packen. Mit Hilfe des Vakuumiergerätes schweisste ich mir den perfekten Beutel zu.


Hier könnt ihr das verschweisste Trüffelpaket sehen. Wichtig ist nur, dass man die Masse bis ganz in die Ecken drückt. Ebenfalls sollte möglichst wenig Luft drinn sein. Nun bin ich gespannt, wie es sich verarbeiten lässt. Ich werde Euch berichten.


Sonntag, 13. November 2011

Es duftet so herrlich nach Christstollen in meiner Küche.

Da die Christstollen einige Zeit brauchen um zu reifen ist es nun höchste Zeit, sie zu backen. Bei mir hat es sich nämlich seit ein paar Jahren so ergeben, dass ich lieben Freunden einen Weihnachtsgruss aus der Backstube zukommen lasse. Letztes Jahr kreierte ich Weihnachtspäckchen aus English Cake. Heuer soll es Christstollen werden.



Schon lange liebäugle ich mit einem Rezept von Martina Meut und Bernd Neuner-Duttenhofer. Martina Meut hat dieses alte Familienrezept von einer Zuschauerin bekommen und war so freundlich, es an alle Fernsehzuschauer weiter zu geben. Das spezielle an diesem Rezept ist, dass dafür zwei Arten von Teigen gemacht werden: Brandteig und Rührkuchenteig. Sie selber bäckt es auch schon seit viele Jahre für ihre Familie. So gesehen ist es wohl auch schon ein Familienrezept von ihr. Nun will ich es aber auch Euch nicht vor enthalten, das Rezept, das mich seit Jahren im Geist beschäftigt.

Christstollen
nach einem Rezept von Martina Meut und Bernd Neuner-Duttenhofer

Füllung:
125 g Korinthen
125 g Rosinen
100 g gehacktes Zitronat
100 g gehacktes Orangeat
150 g gehackte Mandeln
ca. 1 dl Cognac

Am Vortag die Früchte mit dem Cognac vermischen und ziehen lassen. Die Mandeln im Backofen rösten, bis sie duften.

Brandteig:
250 g Wasser
100 g Butter
125 g Weissmehl
3 Eier
25 g Zucker
1 Priese Salz

Wasser, Butter und Salz aufkochen. Pfanne vom Herd ziehen und das Mehl beigeben. Sofort mit einem Kochlöffel rühren, bis sich ein glatter Kloss gebildet hat. Die Pfanne zurück auf den eingeschalteten Herd stellen und den Kloss solange weiter rühren (abrösten), bis sich am Pfannenboden ein weisser Belag gebildet hat. Das dauert mindestens eine Minute. Nun den Kloss in eine Schüssel geben und etwas auskühlen lassen.
Nach und nach die Eier und den Zucker dazu rühren.

So sollte in etwa der Pfannenboden nach dem Abrösten aussehen.


Rührteig:
200 g weiche Butter
100 g Zucker
1 Vanilleschote (ihr braucht nur das Mark. Die Schote aber nicht wegwerfen, sondern Vanillezucker herstellen)
1 Priese Salz
4 Tropfen Bittermandelaroma
1/2 Zitrone, nur abgeriebene Schale
je 1 Messerspitze gemahlener Kardamom, Nelke und Muskatblüte
1 Ei
1 Eigelb
400 - 450 g Weissmehl
1 P Backpulver

Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Ei und Eigelb dazu geben und solange weiterrühren, bis die Masse hell und dick ist. Das Salz, das Mark der Vanilleschote, das Aroma und die Gewürze dazu geben und gut unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und sieben.

Hier seht ihr links den Brandteig, rechts den Rührteig und unten das Mehl mit Backpulver



Die Hälfte davon unter die Eimasse rühren. (*) Die andere Hälfte auf der Arbeitsfläche verteilen. Den vorbereiteten Brandteig und den Rührteig darauf geben und miteinander verkneten. Der Teig sollte nicht mehr kleben. Die eingeweichten Früchte und die gehackten und gerösteten Mandeln unter den Teig kneten. Wenn nötig noch etwas Mehl dazu nehmen.
Da ich immer versuche ein Rezept zu optimieren, schreibe ich Euch hier nun eine Variante mit der Küchenmaschine auf. Die Kneterei mit den Händen fällt weg und schneller ist sie auch noch.
Mit der Küchenmaschine  Alles genau so machen wie im Rezept beschrieben, bis zum Sternchen (*). Ab hier müsst ihr: Den Brandteig, die eingelegten Früchte, die Nüsse und den Rest des Mehles zur Rührmasse in der Küchenmaschine geben. So kurz wie möglich, aber so lang wie nötig unterrühren. Den Teig auf ein wenig Mehl geben und wie im Rezept beschrieben, die Stollen formen.

Der mit der Küchenmaschine gemischte, fertige Teig.

Zwei längliche Stollen formen. Die Stollen neben einander auf ein mit Backpapier belegtes Blech absetzen.

Am besten benutzt ihr einen langen Spatel, um den Stollen auf das Blech abzusetzen.

Im auf 200°C Umluft oder 220°C Ober-Unterhitze vorgeheiztem Backofen für 10 Minuten backen. Danach die Temperatur auf 160° (Umluft) beziehungsweise 180° (Ober-Unterhitze) weitere ca. 50 Minuten backen. Stäbchenprobe!

Die Stollen noch warm zwei Mal mit 100 g flüssiger Butter bestreichen und jedes Mal dick mit Puderzucker stauben.

So sehen die bebutterten und frisch gestaubten Stollen aus. 

Nach dem Auskühlen dicht in Alufolie einpacken und mindestens vier Wochen an einem kühlen Ort lagern. Vor dem Anschneiden noch einmal mit Puderzucker stauben. Das unangenehmste an diesem Rezept ist, dass man noch so lange warten muss bis zum Probieren. Grrr!!
Ich werde dann die Stollen in Stücke schneiden, in Folie verpacken und mit einer schönen Schleife versehen. So sind sie dann parat, verschenkt zu werden.
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