Sonntag, 29. Juni 2014

Babyshower und Tortendummy für die Party

Vor über einem Monat wurde ich für eine Babyshower Torte angefragt. Die Auftraggeberin wusste ganz genau was sie wollte und hatte sogar ein Bild einer dreistöckigen Torte dabei. Das Problem dabei war aber, dass die Torte in dieser Form viel zu gross für 20 Personen war und sehr viel Kuchen übrig geblieben wäre.

Daher haben wir uns geeinigt, dass die Torte nur zweistöckig und der obere Stock ein Dummy sein soll. So hat die Beschenkte ein langes Andenken an die Party. Für die untere Torte gab es eine Milchmädchen mit Rahm.



Als erstes habe ich im Backshop zwei Tortendummys von 18 cm Durchmesser, bestellt. Zudem gönnte ich mir ein Ausstecher Set mit vier grossen Five-Petals-Cutter. Mit diesen Cutter wollte ich grosse Rosen machen, ohne die äusseren Blätter drahten zu müssen. Ich bin da nämlich kein Fan von.

Da die Dummy nicht so hoch sind wie ich sie gerne habe, musste ich zwei Stück mit Blütenpaste, die ich mit ganz viel Wasser gemischt habe, zusammen kleben. Das hält bombenfest. Nach den Trocknen, das mindestens einen Tag dauert, deckte ich ihn mit Streifen ein, genau wie bei dieser Torte. Die so eingedeckte Torte lies ich gut trocknen.


Für das Schattenbild habe ich zuerst die ovale Scheibe aus dicker Blütenpaste, geschnitten. Im Internet suchte ich danach eine geeignete Vorlage für die schwangere Frau und druckte sie in der von mir gewünschten Grösse aus. Mit einem Skalpell schnitt ich sie danach, aus dünn ausgerollter (ca. 1mm) schwarzer Blütenpaste, aus. Mit Zuckerkleber platzierte ich sie auf der vorbereiteten Scheibe. Die Scheibe klebte ich wiederum mit ganz weicher Blütenpaste am Dummy fest.


Die Babyflasche und der Schnuller habe ich frei Hand, aus einem Gemisch von Blütenpaste und Fondant 50:50, modelliert. Das ist nicht so schwierig. Geholfen haben mir ein paar Bilder zum Abschauen. Für die Rosen gibt es ja ganz viele Anleitungen im Netz, die auch gut funktionieren. Ich habe auch sie drei Wochen zum Voraus (mit meinen neuen Cuttern), gemacht, damit sie wirklich gut trocknen konnten.



Für die untere Etage habe ich zwei mal das Milchmädchenrezept in der original Mengenangabe gemacht und Böden von 25 cm Durchmesser gebacken.

Milchmädchen in der original Mengenangabe

400 g gezuckerte Kondensmilch
2 Eier
150 g Mehl
1/2 P. Backpulver

Kreise in der gewünschten Grösse auf Backpapier zeichnen. Jeweils zwei bis drei Esslöffel vom Teig auf die Kreise geben und eher dünn verstreichen. Auf ein Backblech geben und im auf 200°C vorgeheizten Backofen backen, bis sie golden sind. Das dauert ca. fünf bis acht Minuten. Da bei diesem Rezept mit Umluft gearbeitet wird, können die Böden mit zwei Blechen im Wechsel gebacken werden.


Zum Füllen brauchte ich 1,25 Liter geschlagene Sahne. Eingestrichen habe ich sie mit einer weissen Ganache aus 400 g Schoggi und 200 g Rahm. Mit diesen Mengen hat es kaum mehr Resten übrig gehabt.

Nachdem die gefüllte Torte über Nacht durchziehen konnte, habe ich sie mit weissem Fondant eingedeckt und das Rautenmuster aufgebracht. Dafür brauche ich ein ganz normales Geodreieck. Danach platzierte ich den Dummy darauf und rührte mir Royal Icing an. Ich mache es nach diesem Rezept. Ich wäge das Eiweiss ab und nehme danach die fünf bis sechsfache Menge an Puderzucker. Mit diesem Rezept kann ich optimal arbeiten.



Das RI füllte ich in einen Spritzbeutel mit einer kleinen Tülle ab und dekorierte damit die Torte und die Übergänge nach eigenem Gefühl aus.

So wie mir berichtet wurde, hatte die werdende Mutter sehr Freude, an dem ungewöhnlichen Geschenk.

Ganz liebe Grüsse, Sandra

Montag, 21. April 2014

Meine erste erotische Torte: Die Busentorte

Als mich kürzlich ein lieber Mensch gefragt hat, ob ich für ihn eine erotische Busentorte machen würde, habe ich all meine Bedenken wegen dem Thema über Bord geworfen und mich ans Werk gemacht.

Für mich war klar, dass dieses Thema so umgesetzt werden muss, dass ich den Busen gerne anschaue und er nicht primitiv wirkt. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Die Torte ist bei der Festgesellschaft super angekommen. Das freut mich natürlich sehr.


Der kleine Penis an der Kette ist für die weiblichen Gäste der Feier bestimmt gewesen.


Für diese Torte habe ich das Express-Biskuit mit Dinkelmehl mit einer Handvoll Kokosraspeln, in einer Kastenform von 19 x 28 cm, gebacken.

Für den Busen brauchte ich die metallene Halbeierform, die ich von meinem Schwiegervater bekommen habe. Er brauchte diese früher als er noch eine Bäckerei hatte an Ostern, zum Giessen von Schokoladenhalbeiern. Diese wurden dann mit Pralinen gefüllt und hübsch verpackt und verkauft.


Die kleinste Form legte ich mit Frischhaltefolie aus und kleidete sie mit dünnen Biskuitstreifen aus. Dafür braucht man nicht noch einmal extra ein Biskuit zu backen, sondern kann sich ein paar dünne Streifen vom "Körper" abschneiden. Auch wenn es eventuell ein unerwünschter Hubel beim Backen gegeben hat, kann man den abschneiden und damit wunderbar die Form auskleiden. Da ich aber nur eine in der passenden Grösse habe, musste ich sie nacheinander füllen und zum sofortigen Durchkühlen in den Froster legen.
Das Biskuit für den Körper wird einmal durchgeschnitten. Eine Lage zurück in den Rahmen legen. Unter den Boden ein Karton legen. Die Torte lässt sich so besser bewegen.

Für die Füllung habe ich dieses Mal eine Kokoscreme gemacht. Hier ist das Rezept. Bei dieser Menge bleibt aber noch ein Rest übrig. Den kann man aber gut einfrieren und als leckeres Eisdessert servieren.

Kokoscreme

150 g Kokosraspeln
10 El. Wasser
100 g Zucker

Zusammen aufkochen. Dabei die Masse immer umrühren, damit sie nicht anbrennt. Der Zucker sollte zuletzt idealerweise ganz aufgelöst sein. Abkühlen lassen.

500 g Qimiq
120 g Zucker
6 El Kokosrum (Batida di Coco) oder Likör
2,5 dl kalten Rahm (Sahne), hier kann auch gut Halbrahm verwendet werden. 

Das Qimiq mit einem Handmixer glatt rühren. Die Nussmasse mit dem Zucker und dem Rum dazu geben und gut unterrühren. Den Halbrahm oder Rahm steif schlagen und sorgfältig unter die Masse ziehen.

Als erstes die vorbereiteten Busenformen mit der Massen füllen. Wenn man wie ich nur eine hat, so stellt man dann die gefüllte Form in den Tiefkühler. In der Zwischenzeit ein Teil der Masse in den vorbereiteten Rahmen geben und mit der zweiten Lage des Biskuits decken (Wer möchte kann natürlich den Boden noch mit Zuckersirup tränken). Kühl stellen. Sobald der eine Busen im Tiefkühler die Form behält, kann man ihn aus der Form nehmen, sollte ihn aber im TK lassen. Der zweite Busen gleich wie der erste machen. Im Kühlschrank durchkühlen lassen. Den ersten Busen aus dem Tiefkühler nehmen und ihn, gestützt mit Haushaltspapier oder ähnlichem, bis zum Gebrauch kühl stellen.

Am nächsten Tag den Körper etwas zurechtschnitzen. Ich habe ihm zum Beispiel eine Taille gemacht. Zudem habe ich die Kanten überall etwas gerundet. So wirkt alles etwas weicher. Die Busen auf dem Körper platzieren. Alles mit Ganache oder Buttercreme einstreichen. Dabei kann man gut die Finger mit benutzen. Auch hier ist es wichtig, dass die Ganache oder die Buttercreme möglichst glatt aufgetragen wird. Je glatter sie eingestrichen wird, umso schönere Haut hat die Dame.

Nachdem die Ganache fest geworden ist, kann man den Körper mit hautfarbenem Fondant überziehen. Das ist bei mir sehr gut gegangen. Nun kann der Torso nach Lust und Laune ausgeschmückt werden. Am meisten Mühe hat ich mit den Nippeln. Ich war nicht zufrieden und habe erst kurz vor dem Abliefern bemerkt, was mich so sehr gestört hat: Es war die zu helle Farbe der Nippeln! Sofort habe ich mir noch etwas dunkle Farbe angerührt und sie nachgefärbt. Daher glänzen sie auch noch so sehr, auf den Fotos.



Wie gefällt Euch meine erste, erotische Busentorte?

Herzliche Grüsse, Sandra

Dienstag, 15. April 2014

Ferienplausch: Cupcake und Cakepops Kurs für die Kinder


Auch dieses Jahr wurde ich wieder angefragt, ob ich nicht für den Frühlingsferienplausch den Cupcake Kurs anbieten würde.
Damit es nicht langweilig wird, habe ich neu noch die Cakepops dazu genommen. Die Zeit mit den Kindern ist im Flug vorbei gegangen.



Ein paar Tage vor dem Kurs habe ich einen Anruf von einer Mutter erhalten. Sie klärte mich auf, dass ihre Tochter eine Weizenallergie hat und darum nur Dinkelmehl in den Gebäcken sein darf. Die Cupcake nehmen die Kinder jeweils von zu Hause mit. Aber das Biskuit für die Cakepops habe ich gebacken und mitgenommen. Daher war die Info für mich sehr wichtig und ich habe bei dieser Gelegenheit das Espress-Biskuit mit Dinkelmehl, an Stelle vom Weizenmehl, gebacken. Dabei habe ich aber ein Teil des Mehles durch Maisstärke (Maizena) ersetzt und auch wieder Backpulver dazu gegeben. Damit es einfacher ist, schreibe ich hier das Rezept auf:

Expressbiskuit mit Dinkelmehl und Maisstärke (geeignet für Weizenallergiker), für eine Springform von 24 - 26 cm Durchmesser

4 Eier
4 El heisses Wasser
200 g Zucker
170 g Dinkelmehl
80 g Maisstärke (Maizena)
1 TL Backpulver
60 g flüssige, kalte Butter

Die Eier in einer sauberen Schüssel (es darf kein Mehl drin sein, sonst werden die Eier nicht schaumig), anschlagen. Das heisse Wasser dazu geben und alles sehr schaumig schlagen. Den Zucker dazu geben und weiter schlagen, bis es eine dicke Creme gibt.

Das Mehl, die Stärke und das Backpulver sieben und löffelweise zur Eimasse geben. Ich habe dabei die Küchenmaschine auf der kleinsten Stufe laufen lassen. Das Mehl so schnell wie möglich aber so lange wie nötig, unterrühren. Zuletzt die flüssige Butter dazu giessen und noch einmal zügig unterrühren. In die vorberietet Form giessen und bei 180°C (Ober-/Unterhitze) für ca. 30 Minute backen. Stäbchenprobe machen. Das Biskuit ist super schön geworden und deutlich höher und stabiler als mit Weissmehl.

Angefangen haben wir den Nachmittag mit dem Mischen der Cakepopsmasse. Dafür habe ich dieses Rezept gemacht. An Stelle von Butter und Zucker kann man auch Resten von Buttercreme nehmen.

Nachdem die Kinder die Kugeln geformt hatten, gingen sie zum Abkühlen in den Kühli. In der Zwischenzeit haben wir die Toppings für die Cupecakes gemacht. Wie schon letztes Jahr habe ich auch heuer das, nicht nur bei den Kindern beliebte, Frosting mit saurer Sahne gemacht. Das Rezept findet ihr hier.

Weiter mischten wir eine gewöhnliche Zuckerglasur (Puderzucker angerührt mit Zitronensaft und eingefärbt mit Lebensmittelfarbe), zusammen.


Neu habe ich dieses Jahr die Zitronencreme mit Crème double gemacht. Bei diesem Rezept hat mir aber die frisch geriebene Zitronenschale nicht gefallen. Mir war sie irgendwie zu grob. Ich bin ja kein Fan von Aroma aus der Tüte. Aber bei dieser Crème würde ich wohl das nächste Mal auf das Produkt von Dr.Oetker Finesse, geriebene Zitronenschale, zurück greifen.


Hier ist nun das Rezept für die Crème:

Zitronencreme, Topping für ca. 12 Cupcakes

300 ml Crème double
55 g Puderzucker
fein geriebene Schale von einer Zitrone (ich würde das nächste Mal das Produkt von Dr.Oetker Finesse, geriebene Zitronenschale verwenden)
etwas gelbe Lebensmittelfarbe

Die Crème double mit dem Puderzucker zu einer dicken Masse schlagen. Die Zitronenschale und die Lebensmittelfarbe dazu rühren.
Mit einem Löffel oder einem Spritzbeutel die Cupecakes dekorieren.

Nachdem wir die Cupcakes dekoriert hatten, ging es wieder mit den Cakepops weiter. Dafür habe ich schon zum Voraus Schokolade geschmolzen, zum Überziehen der Pops. Hier das Rezept für ca 20 Pops.


Schokoladenglasur zum Überziehen von Cakepops

150 g Schokolade sorgfältig schmelzen.
10 g Kokosfett dazugeben und schmelzen.

Die Schokolade mit dem Fett umrühren und in einem eher hohen Gefäss ins warmen Wasserbad stellen, bis alle Pops glasiert sind. Diese Glasur muss wegen dem Koksfett nicht temperiert werden. Sie glänzt trotzdem sehr schön. Wie genau die Pops gemacht werden, könnt ihr hier nachlesen.


Zuletzt konnte jedes Kind mit reichlich Backwaren, Dekomateriel und Literatur nach Hause gehen. 


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