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Sonntag, 22. März 2015

Schokoladenschaum und Violetta passen gut zum Geburtstag

Violetta ist sooo toll. Wer ist Violetta? Ich musste zuerst eine Runde googlen um zu erfahren, um wen es sich bei der jungen Dame handelt, von der Selina ein grosser Fan ist: Jetzt weiss ich es. Sie singt unter anderem und hat ihr eigenes Logo.
Somit war es eigentlich klar, was das Thema für ihre Geburtstagstorte von Selina sein soll: Violetta!

Modellieren kam leider nicht in Frage: Ich brauche einfach noch zu viel Zeit, um etwas tolles zu modellieren. Zeit, die mir bei diesem Projekt einfach gefehlt hat. Darum habe ich mich für den personalisierten Tortenaufleger im Violettastyle entschieden.



Zuerst habe ich mich schlau gemacht, wie die Schrift des Logos heisst: Sie heisst tatsächlich Violetta. Mit diesen Informationen kreierte ich nun den Aufleger für Selina, auf Papier. Das fertige Logo pauste ich mit dem Leuchtkasten, den ich selber gebastelt habe, auf eine dünne Fondantplatte. Damit die Fondantplatte stabil wurde, verklebte ich sie mit einer dickeren Platte aus Blütenpaste und schnitt beides zusammen aus. Danach malte ich das durchgepausten Logo mit violetter, wenig verdünnter Pastenfarbe nach. Das ganze musste nun gut trocknen und wurde dadurch schon stabil.


Für die Torte habe ich ein Schokobiskuit mit einer Schaumcreme gewählt. Schokobiskuits kennt ihr ja schon ganz viele. Darum verzichte ich hier auf das Rezept. Vielmehr möchte ich euch die Schaumcreme näher bringen. Man kann sie in verschiedenen Aromen herstellen und ist trotz der Sahne, sehr luftig und leicht und vor allem stabil. Zudem hat man sie sehr schnell hergestellt. Für diese Torte (22 cm Durchmesser) habe ich das Rezept einmal gemacht und hatte fast nichts mehr übrig.

Schaumcreme

200 g frisches Eiweiss
200 g Zucker
10 g Gelatine eingeweicht

500 g Rahm (Sahne)

Das Eiweiss zusammen mit dem Zucker und der ausgedrückten Gelatin auf 45° C erwärmen (Bitte kontrolliert das mit einem Thermometer. Ich habe einen für die Herstellung von Jogurth, gekauft. Er hat nicht sehr viel gekostet und ich kann ihn immer wieder gut gebrauchen). Wenn das Eiweiss tatsächlich auf 45° C erwärmt wird, würden auch die Keime absterben, die eventuell drin wären. Das Risiko ist aber sehr klein, wenn man gute Eier aus Freilandhaltung kauft.
Die Mischung schaumig schlagen, bis ein Schnee entstanden ist. Nun das gewünschte Aroma beigeben. Dafür eignet sich:

  • Schokolade: 200 g dunkle, geschmolzene Schokolade oder Couverture, angerührt mit 50 Wasser
  • Caramel: ca. 200 g caramelisierte Kondensmilch ( Milchmädchen)
  • Nougat: ca. 100 g geschmeidiges Nougat
  • Mocca: ca. 40 g sofortlöslicher Kaffee in wenig Wasser aufgelöst
  • Fruchtmark: ca. 500 g beliebiges Fruchtmark

Zuletzt den geschlagenen Rahm (Sahne) darunter ziehen. Die Schaumcreme kann sofort weiter verwendet werden. Wenn sie trotzdem zu weich sein sollte, kann man sie einfach kurz in den Kühli stellen.





Wegen der knappen Zeit griff ich zudem auf Blümchen aus Esspapier zurück, die ich gekauft habe. Eigentlich mache ich sowas nicht. Wenn aber man Not am Mann ist, so ist es für mich auch ok.

Ach ja, Selina hat sich sehr über die Torte gefreut!

Herzliche Grüsse, Sandras

Dienstag, 6. Januar 2015

Harley war gewünscht: Der Reifen soll es richten


Schon wieder hat ein neues Jahr begonnen. Ich wünsche Euch allen für das 2015 nur das Beste, viel Liebe und Gesundheit!

Endlich habe ich wieder die Zeit und Muse, Euch von meinem Harley / Reifenprojekt zu berichten. Die Torte wurde von der Tochter für den Papi, der Harley-Fan ist und 50- jährig wurde, bestellt. Für mich als nicht Motorradfan war das eine Herausforderung. Ehrlich gesagt, war es nicht gerade mein Lieblingsthema. Am Ende war ich aber doch sehr zufrieden mit dem Ergebnis.


Für das Harley-Logo habe ich die Schrift Haettenschweiler, benutzt. Sie kommt dem Original am nächsten. Das ganze Schild ist aus Blütenpaste und kann aufbewahrt werden.


Das Schild hat am meisten Arbeit gemacht, weil man sehr viel mit dem Skalpell ausschneiden musste.

Für den Reifen war eine Karottentorte, wir in der Schweiz sagen Rüeblitorte, gewünscht. Das Rezept, das ich hier auf dem Blog gepostet habe, war mir für dieses Projekt zu luftig und instabil. Daher habe ich ein neues ausprobiert und bin begeistert davon. Es ist schön feucht, stabil und kann durchaus zwei bis drei Tage zum Voraus gemacht werden.



Rüeblitorte nach Betty Bossi
für eine Cakeform von 30 cm Länge oder eine Springform von 23 cm Durchmesser

350 g Mehl gesiebt
1 Päckli Backpulver gesiebt
300 g Rohzucker
2 Tl Zimt
3/4 Tl Kardamom nach Belieben
1 Prise Salz
250 g Mandeln gemahlen

Die Trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen.

250 g fein geraffelte Rüebli
1 Zitrone, Schale und Saft
4 Eier verquirlt
200 g Butter flüssig, ausgekühlt

Die nassen Zutaten mit einer Kelle oder dem Handrührgerät unter die trockenen Zutaten rühren. In die vorbereitete Form füllen. Die Masse im vorgeheizten Backofen (180° C Ober/Unterhitze oder ca. 170° C Umluft) für ca 65 Minuten backen. Wird die Masse in der Springform gebacken, kann sich die Backzeit deutlich verlängern. Unbedingt den Stäbchenprobe machen.


Die Torte habe ich dann einmal durch geschnitten und mit der Buttercreme Raz-Faz, gefüllt und dick eingestrichen.

Danach habe ich sie mit schwarzem Fondant eingedeckt. Das Profil des Reifens habe ich mit meinem Modellierrädchen von Wilton, eingekerbt. Das ging sehr gut. Für die Felgen habe ich mich an Bilder vom www orientiert und danach meine Fantasie etwas walten lassen.

Ein paar Tage später habe ich dann das Feedback für diese Torte erhalten: Das Geburtstagskind hatte grosse Freude daran. Uff...Ziel erreicht.

Ganz liebe Grüsse, Sandra

Sonntag, 24. August 2014

Pralinenschachtel Torte zum 12. Geburtstag. Wie die Zeit vergeht!

Es ist kaum zu Glauben, dass mein Patenkind schon den 12. Geburtstag feiern konnte. Mamma Mia, wie schnell doch die Zeit vergeht! Zum ersten Mal äusserte Mia für ihre Geburtstagstorte einen Wunsch: Sie wollte eine Torte mit Süsskram drauf. Am liebsten die Schweinchen im Bottich aus Kitkat. Ich finde dieses Motiv zwar auch witzig, aber ich habe es in der letzten Zeit zu oft gesehen und wollte es darum nicht machen. Dass Mia ein Schleckmaul ist, ist unbestritten. Und dass sie bei Pralinen nicht widerstehen kann, weiss ich auch sehr genau. Darum habe ich mich für eine Pralinenschachtel Torte entschieden, die ich dann nur für sie dekorieren konnte.


Den Deckel, die Schleife, den Anhänger und die Blumen habe ich schon ein paar Tage zum Voraus gemacht, damit sie wirklich schön hart wurden. Die Gerberas habe ich nach dieser Anleitung hergestellt.
Der Deckel ist aus Styropor. Die Unterseite habe ich mit Schokolade eingestrichen. Danach deckte ich ihn ganz normal mit weissem Fondant ein und besprühte ihn mit meiner Airbrush. Wer keine Airbrush hat, kann den Fondant natürlich auch einfach einfärben. Leider war es wieder sehr feucht und ich hatte grosse Probleme, bis alles trocken war.


Um es mir etwas einfacher zu machen, habe ich die Pralinen gekauft und nicht auch noch selber gemacht. Die gekauften finde ich persönlich sehr lecker und sehe darum nicht ein, warum man nicht auf ein so tolles Produkt zurück greifen darf.


Die Blumen auf der Torte und der Randabschluss habe ich mit Icing gemacht. Da ich sehr gerne damit arbeiten, habe ich mich fast am meisten auf diesen Part gefreut.


Ach ja, die Torte!! Mia hat sich eine Schokoladenfüllung gewünscht. Damit es nicht ganz so mächtig wurde, habe ich ein helles Biskuit gebacken und es mit Ganachebuttercreme gefüllt. Dabei schnitt ich die einzelnen Lagen des Biskuits deutlich dünner, als bei anderen Torten. Jede Biskuitlage war nur etwa ein Zentimeter dick. Diese tränkte ich mit verdünnter, saurer Konfitüre aus Johannisbeeren bevor die Ganachebuttercreme drauf kam. Für meinen Geschmack war es aber trotzdem noch etwas trocken. Beim Tränken der mittleren Schichten darf man also ruhig etwas grosszügiger sein. Auch hier deckte ich den Rohling mit weissem Fondant ein, den ich erst hinterher mit der Airbrush einfärbte. Airbrush verzeiht aber absolut keine Fehler. Jede Delle der Torte sieht man nach dem Färben doppelt so gut. Jede Berührung der feuchte Farbe hinterlässt ihre Spuren. Das nasse Wetter war auch hier nicht hilfreich. Zum Glück konnte ich die meisten Makel mit den Blumen aus Icing überdecken.

Nachdem ich die Torte dem total überraschten Geburtstagskind abgegeben habe ist es nicht lange gegangen, bis die ersten Pralinen gefehlt haben. Ich kenne doch mein Mädchen.

Ganz liebe Grüsse, Sandra

Sonntag, 27. Juli 2014

Das Dilemma mit dem Bierkrug


Ich und mein Mann bekamen an einem Freitagnachmittag sehr überraschend eine Einladung für die Geburtstagsparty von unserem Freund. Er ist ein leidenschaftlicher Biertrinker und mir juckte es gewaltig in den Fingern, eine Torte für ihn zu machen. Leider reichte die Zeit einfach nicht mehr aus, um das Biskuit selber zu backen und ich griff darum auf ein Fertigprodukt vom Grossverteiler zurück. Im Nachhinein habe ich fest gestellt, dass sich diese fluffigen Biskuits für meine Motivtorten nicht eignen. Das Dilemma war also schon vorprogrammiert, ohne dass ich es merkte.

In Windeseile plante ich die Torte für einen Bierkrug mit weissem Biskuit und Baileyesfüllung. Die Bierdose und die Brezeln sind echt und nicht aus Fondant.


Am Freitagabend habe ich als erstes die Torte gefüllt und mit dunkler Ganache eingestrichen. So hatte sie über Nacht Zeit, fest zu werden. Danach beschriftete ich das Fondantband mit dem Glückwunsch für das Geburtstagskind, frei Hand. Dafür habe ich den Schriftzug ganz leicht mit Bleistift vorgezeichnet. Das ging super gut und hat mir viel Spass gemacht. Ebenso bereitete ich den Griff aus Blütenpaste vor und steckte zwei Drähte in die Enden, damit ich sie gut an die Torte montieren konnte.


Am nächsten Tag setzte ich den Humpen zusammen. Da habe ich schon gemerkt, dass der Rohling nicht ganz so stabil war, wie ich mir das gewohnt bin. Darum steckte ich noch vier dicke Buchenholzstifte hineine und legte darauf einen Deckel aus Styropor. Danach wurde die Torte mit einem breiten Fondantband eingedeckt und mit Airbrush gebrusht. Ich liebe meinen Airbrush und würde ihn nie mehr hergeben. Es macht so unglaublich viel Spass, damit zu Arbeiten. Vor allem geht es aber sehr schnell und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.

Nach dem Brushen setzte ich den Humpen auf das Cakeboard und spritzte den Bierschaum mit Icing auf. Dafür nehme ich immer das Rezept hier, und zwar dieses vom Edit vom 17.5.2012. Das Icing kann man dann mit einer wirklich groben Tülle aufspritzen. Das geht sehr flott.

Nun wurde die Zeit auch schon etwas knapp. Trotzdem habe ich es mir nicht nehmen lassen, und die Torte noch vor dem Transport fotografiert. Zum Glück, denn als wir am Ziel angekommen waren, war der Humpen schief. Nachdem ich so grosse Freude hatte, dass ich in Rekordzeit eine wirklich tolle Biertorte gemacht hatte, war ich arg enttäuscht und hatte gar keine Elan mehr, den schiefen Humpen unserem Freund zu übergeben. Er sah das aber ganz anders und strahlte übers ganze Gesicht, ob der Torte.

Weil ich nicht ganz sicher weiss warum der Bierkrug schief wurde, werde ich das Rezept für die Baileysfüllung nicht posten. Ich will auf keinen Fall, dass eine Eurer Torte an dieser Füllung scheitern würde. Mein Gefühl sagt mir aber, dass es definitiv am fluffigen Biskuitrezept gelegen hat.

Wer das zweite Foto genau anschaut, der kann sehen, wie sich die Torte schon da etwas neigt.

Herzliche Grüsse, Sandra




Sonntag, 23. Februar 2014

Schon wieder: Pudeltorte zum Geburtstag.


Es ist schon eine Weile her, seit ich die letzte Torte gemacht habe. Diese Woche hatte ich aber einen guten Grund zum Backen: Meine Nichte wurde 12 Jahre alt. Da sie absolut nicht auf Rosarot, Glitzerkram und Schleifchen steht, fielen viele Mädchenthemen schon einmal weg. Nach ein paar Überlegungen bin ich dann zum Schluss gekommen, dass es etwas mit Hunden sein musste.

Bei den Hunden komme ich immer wieder gerne auf den Pudel zurück. Er eignet sich hervorragend zum Modellieren, ist elegant und zugleich doch ein wenig mädchenhaft (aus oben genanntem Grund habe ich auf das schon fast obligatorische Schleifen auf dem Haarschopf der Pudeldame verzichtet).



Die Pudel habe ich aus Blütenpaste modelliert. Wenn ihr möchtet, stelle ich gerne eine Anleitung dazu auf meinen Blog.




Die Zahlen habe ich nach dieser Anleitung gemacht. Allerdings habe ich die Paste etwas dünner ausgewallt, als ich in der Anleitung angegeben habe. Die Pakete sind aus Marzipan, das ich erst nach dem Formen angemalt und in Glitzer gewendet habe.

Für die Torte habe ich das Rezept der Milchmädchentorte gemacht, herunter gerechnet auf zwei grosse Eier. Mit anderen Worte:

2 grosse Eier
400 g Kondensmilch
150 g Mehl
etwas mehr als 1/2 P Backpulver
eine Prise Salz

Die Herstellung der Böden (für diese Torte habe ich Böden von 18 cm Durchmesser gebacken) könnt ihr hier in Wort und Bild sehen. Die Böden habe ich dann mit 1/2 Liter Rahm (Sahne) gefüllt. Vielleicht habt ihr schon auf den Bildern gesehen, dass die Torte diesmal nicht mit Fondant eingedeckt ist, sondern mit der Buttercreme Raz-Faz, eingestrichen. Die im Rezept angegebene Menge langt fürs Einstreichen und für die Deko, die ich gemacht habe. Viel bleibt dann aber nicht mehr übrig.


Da ich auch noch eine Zuger Kirschtorte ans Geburtstagsfest mitgebracht habe, hatte die Gastgeberin noch eine Menge Kuchen übrig. Für diesen Fall ist es absolut kein Problem, die Milchmädchentorte ein zu frieren und zu einem späteren Zeitpunkt zu essen.

Am besten schneidet man dann die (kalte) Torte in Stücke und legt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Das Blech in den Tiefkühler legen. Sobald die Stücke gefroren sind, kann man sie in einen geeigneten Tiefkühlbeutel legen, gut verschliessen und bei Bedarf heraus nehmen. Das Auftauen der einzelnen Stücke dauert dann etwas eine Stunde.

Herzliche Grüsse, Sandra

Sonntag, 10. November 2013

Stangensellerie ist gut für eine schnelle Rosendekoration

Es kann sein, dass Euch der Titel meines heutigen Post etwas verwirrt. Aber es ist tatsächlich so, dass man mit Stangensellerie eine sehr schnelle und vor allem auch schöne Rosendekoration machen kann. Ich habe für die Deko, mit aufräumen der Küche, und zwar tip-top, gerade einmal eine Stunde gebraucht.


Brauchen tut man eine sauber eingedeckte Torte möglichst ohne Dellen, rote und grüne Farbe, eine Staude Stangensellerie, ein paar Gummibänder und ein Schwämmchen oder einen dicken Pinsel zum Auftragen der Farbe.


Die Rosenblätter bei meiner Torte sind ehrlich gesagt etwas zu dick geworden. Dass könnte man aber ändern, in dem man schon beim Kauf des Selleries darauf achtet, eher filigranere Stängel zu nehmen. Ich habe das leider etwas verpasst. Als erstes wäscht man den Sellerie und schneidet ihn gerade ab. Die Schnittstelle ergibt dann die Rose. Also solange immer etwas abschneiden, bis man mit dem Bild zufrieden ist.


Die Stangen mit einem Gummiband fixieren und vielleicht noch etwas zurecht zupfen.


Danach in einem Teller etwas Farbe mit hochprozentigem (Schnaps, Wodka) anrühren. Mit einem Pinsel oder einem Schwämmchen die Farbe auf die Schnittstelle des Stangensellerie streichen und zuerst ein Probedruck auf ein Blatt Papier machen.


Wenn das Bild gefällt, kann man sich an die Torte wagen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass man den Selleriestempel über die Torte abrollt. Am besten fängt man auf der Rückseite der Torte an.


Wenn mal ein Abdruck nicht so toll raus gekommen ist, so ist das nicht schlimm: Man kann das zuletzt wunderbar korrigieren. Dafür nimmt man ein einziger Stängel des Selleries und tupft dann die zu korrigierenden Stellen nach.




Für die Blätter der Rosenblüten geht man ähnlich vor wie bei den Blüten. Dafür werden zwei eher filigranere Stängel mit einem Gummiband zusammen gebunden und die Schnittstelle grün eingefärbt. Um die Rosenblüten herum stempeln.


Meine Torte ist ein Dummy und steht nun in der Vitrine bei den anderen Dummys.







Sonntag, 4. August 2013

Auf den Hund gekommen: Pudeltaschentorte zum 11. Geburtstag

Endlich hat der Sommer den Weg zu uns gefunden. Mit ihm natürlich die hohen Temperaturen. Ideal zum Baden und Plantschen, ein Stress zum Kuchenbacken.

Für diese Torte habe ich mir lange überlegt, was für ein Kuchen ich backen und welche Füllung ich machen soll, damit sie den hohen Temperaturen stand hält. Dank genügend Vorlaufzeit und einem neuen Kühlschrank im Keller, hat es super geklappt.




Als erstes habe ich mich im WWW auf die Suche nach einem geeigneten Bild von einer Pudeldame gemacht. Nach dem ich wusste wie die Tasche aussehen soll, habe ich das Bild ausgedruckt und den Pudel ausgeschnitten.

Für die Tasche habe ich ein neues Rezept ausprobiert, dass auch ohne viel Füllung super lecker schmeckt. Es ist ein Rezept mit Nuss-Nougat-Creme, auch bekannt als Nutella. Ein weiterer Vorteil dieses Kuchens ist, dass er eben wird und keinen Hubel in der Mitte hat. Nach einem Tag Ruhezeit kann man ihn sehr gut füllen und auch schnitzen. Hier nun das Rezept:

Gebackener Nuss-Nougat-Creme-(Nutella)-Kuchen.

150 g Butter weich
130 g Zucker
3 Eier
1 Priese Salz
150 g Nüsse gemahlen
30 g Schokolade gerieben
270 g Nuss-Nougat-Creme
150 g Milch zimmerwarm
150 g Mehl
2 Tl. Backpulver

Die weiche Butter mit dem Zucker verrühren. Nach und nach die Eier, das Salz und die Nüsse dazu geben und weiter rühren, bis die Masse schaumig ist. Die Schokolade und die Nuss-Nougat-Creme dazu geben und weiter rühren, bis sich alles gut vermischt hat. Die zimmerwarme Milch dazu geben und vorsichtig weiter rühren. Das gesiebte Mehl und das Backpulver dazu sieben und solange weiterrühren, bis sich alles vermischt hat (So kurz wie möglich und so lange wie nötig unterrühren). Die Masse in eine Springform von 24 cm Durchmesser einfüllen und bei 180° C Ober-und Unterhitze für 40 - 50 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Für meine Tasche habe ich die Masse in einer rechteckigen Form von 27 x 18 cm, gebacken. Der Kuchen war schon nach 40 Minuten durch gebacken und wurde ca 4 cm hoch. 24 Stunden ruhen lassen.

Nach einem Tag habe ich den Kuchen in drei Stücke von ca. 8 cm geteilt und zu einer hohen Torte gestappelt. Zwischen jedes Stück kam eine Schicht Buttercreme-Ganache. Dafür habe ich eine weisse Ganache aus 300 g Schokolade und 150 g Sahen gemacht. Nach dem Auskühlen mischte ich sie mit gut 100 g weicher Butter. Am besten Stellt man diese Füllung vor dem Verarbeiten noch für ca. 30 Minuten in den Kühli.

Nach dem Füllen kam der nackte Kuchen für eine Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen konnte ich dann die Rundungen  und die seitliche Schräge der Tasche gut schnitzen und den Kuchen rund herum mit der Buttercreme Ganache einstreichen. Danach kam er wieder für eine gute Stunde in den Kühlschrank.

In der Zwischenzeit schnitt ich den Pudel aus Fondant aus (die Locken werden zuletzt mit Icing aufgespritzt) und formte die Schleifchen.  



Die Torte habe ich dieses Mal nicht im Ganzen mit weissem Fondant überzogen, sondern schnitt ein Vorder- und ein Rückteil aus, die ich mit Zuckerkleber an den gefüllten Kuchen klebte. Die Mitte der Taschen bedeckte ich mit einem Streifen aus Fondant. Das ging sehr einfach und vor allem sehr schnell. Auch habe ich wieder einmal mein Airbrush benutzt, um sie in einem schicken Pink zu besprühen. Auch die Schleifchen sind gebrusht. Mir persönlich gefällt das sehr gut, weil es so etwas den Charakter von Leder bekommt.

Für den Reissverschluss schnitt ich ein schmales Band aus Fondant zu, zeichnete es mit einem Zick-zackrädchen und bemalte es anschliessend mit Goldfarbe. Auch er wurde mit Zuckerkleber angeklebt.

Die schwarzen Zierwürstchen kaschieren die Anstossstellen des Fondant und sehen zudem sehr schick aus.


Für die Henkel der Tasche habe ich aus dem Baumarkt schwarze Schläuche geholt (nicht zu dick und zu steiff!). In die Schläuche zog ich einen Metalldraht, der sich biegen lässt und formte dass die Bügel. Die Enden sollten heraus schauen, damit sie in die Torte gesteckt werden können. Achtung! Vorher Strohhalme in die Torte stecken, damit kein Geschmack von Metall an das Gebäck geht.

Nach dem die Torte soweit ausgarniert war, klebte ich den Pudel mit Zuckerkleber auf die Tasche und malte die Augen auf. Danach mischte ich Icing an. Dieses Mal habe ich das Pulver ausprobiert, das man nur noch mit Wasser anmischen muss. Nach dem Anmischen sollte man es allerdings noch 10 Minuten, gut abgedeckt, stehen lassen, bevor man es weiter verwendet. Im Ganzen braucht es ca. 100 g Icing für die Locken.

Das Icing in einen Spritzbeutel mit einer Lochtülle (ca. 3mm Durchmesser) füllen und dem Pudel die Haare aufspritzen. Die Schleifchen anbringen und fertig ist die Taschen.



Montag, 24. Juni 2013

Star Wars reloaded: R2D2 Cake zum Geburtstag

Wieder einmal hatte ich die Gelegenheit, eine technisch aussergewöhnliche Torte machen zu dürfen: R2D2 von Star Wars. Die Sternenkrieger waren vor Jahrzehnten aktuell und erleben wohl wieder ein Comeback.



Für dieses Projekt hatte ich fast einen Monat Vorlaufzeit, die ich gut nutzte. Als erstes habe ich aus dem Internet Vorlagen für die Roboterarme gesucht und leider keine gefunden. Anhanden von diversen Malvorlagen habe ich mir dann die Arme selber gezeichnet. Mit diesen Schablonen schnitt ich sie dann aus Styropor aus und deckte sie mit Fondant ein. Das Ausschneiden geht am besten mit einem Teppich- oder Japanmesser.



Mein Ehrgeiz verlangte von mir, dass ich die Torte nicht einfach so auf das Cakeboard platzierte, sondern dem Original nahe, über dem Boden schweben liess. Dafür habe ich mir eine einfache Konstruktion überlegt, die mir dann mein Mann auch umsetzte: Im Bastelgeschäft besorgte ich mir eine stabile Holzplatte, die eigentlich zum Flechten von Rattankörben benutzt wird. Dazu fand ich noch ein Klötzchen in der passenden Höhe, das mein Roboter zum Schweben bringen sollte. Das Klötzchen schraubte mir mein GöGa an ein Cakeboard und darauf montierte er die Holzscheibe. Damit nicht der ganze Roboter aus Kuchen gemacht werden musste, sind die unteren 15 cm auch aus Styropor. Zwei Schrauben, die aus der Holzscheibe schauten, gaben dem Dummy den nötigen Halt.

 


Vor dem definitiven Zusammenschrauben, packte ich das Gestell noch robotermässig in Alufolie ein. Fertig!!


Auf diesen Unterbau packte ich, die schon am Vortag auf eine Kapaplatte geschichtete Erbeersahne-Milchmädchentorte. Die Kuppel des R2D2 schichtete ich in eine Schüssel. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass MM nicht die ideale Torte für ein solches Projekt ist. Die vielen Schichten machen die Sache etwas instabil und deshalb nicht einfacher. Ein schlichter und saftiger Schokokuchen wäre da wohl besser gewesen. Zumal die MM Torte dem 7-jährigen Geburtstagskind nicht geschmeckt hat. Er hat sich aber am Fondant gütlich getan und liess es sich ordentlich schmecken.

Die ganze Torte habe ich dann mit weisser Ganache eingestrichen und probiert, so glatt wie möglich zu streichen.



Ganz gelungen ist es mir nicht. Dieser etwas skurril aussehende Hupf musste danach nur noch mit weissem Fondant eingekleidet und verziert werden.

Als letztes montierte ich die Roboterarmen fest. Dafür steckte ich Holzspiesschen von hinten in die Armen, die ich dann so vorbereitet in den Rumpf stecken konnte. Zuckerkleber gab ihnen noch den nötigen, letzten Halt.

 

Ach ja, die Schrift: Im Internet findet man das ganze Star Wars Alphabet und muss sich nur noch die Buchstaben in der richtigen Grösse ausdrucken. Fertig sind die Vorlagen, mit denen man ohne Probleme Namenszüge aus Fondant schneiden kann. Das Geburtstagskind fand es besonders cool, dass das I und das S so lässig zusammen verbunden waren. 


Sonntag, 24. Februar 2013

Auto und Katzen in 2D zum 80. Geburtstag

Diesmal hatte ich ein Tortenprojekt, das mich etwas heraus gefordert hat: Gewünscht war etwas mit Auto, drei Katzen und dem 80. Geburtstag. Die Deko sollte zudem so stabil sein, dass auf dem Transport in die Festhütte auf einer Alp, nichts kaputt geht. Ach ja! Als Füllung war ein Orangenmousse gewünscht! Und dies alles für ca. 8 Personen. Das heisst also, dass die Torte auch nicht zu gross sein durfte.

Nach langen Recherchen im Internet war ich noch keine Spur klüger. Erst im Forum Torten-Talk habe ich dann eine Idee gefunden: Ich wollte etwas in 2D machen! Ein Auto mit drei Katzen in 2D. Und das ist dabei heraus gekommen:



Und von oben betrachtet:


Ich habe ziemlich lange geübt, bis ich wusste wie ich die Elemente gestallten musste damit sie mir auch gefallen. Der Trick ist: Wenn die Teile klein sind, wie bei den Katzen, kann man sie nicht heraus schneiden sondern muss sie einzeln modellieren. Aber der Reihe nach.

Als erstes muss man sich das gewünschte Sujet heraus suchen und in der richtigen Grösse zwei Mal farbig ausdrucken. Dieser Druck ist die 1:1 Vorlage, mit der gearbeitet wird. Ein Druck wird in eine durchsichtige Sichtmappe gesteckt. Diese Vorlage wird gebraucht, um die einzelnen Teile darauf abzulegen und trocknen zu lassen.


Beim zweiten Druck wird das Auto ausgeschnitten und so zerteilt, wie die Teile aus Fondant, bei der fertigen Deko,  sein sollten.


Diese ausgeschnittenen "Schablonen" werden nun auf Fondant oder Blütenpaste (dick ausgerollt damit es Struktur bekommt) aufgelegt und ausgeschnitten. Die Kanten müssen danach sorgfältig mit den Fingern abgerundet werden. Nun kann man sie, wie bei einem Puzzle, auf der zweiten Vorlage zu einem Auto zusammen setzen. Eventuell muss an den Kanten noch etwas Zuckerkleber aufgetragen werden.
Auch da habe ich die kleinen Teile, wie die Lampen, Radkappen und Lichteinflüsse, von Hand modelliert. Nach einem Tag trocknen werden die Stossstangen und Radkappen silbern bemalen.

Bei den Katzen habe ich jeweils die einzelnen Teile modelliert und auf die Vorlage abgesetzt. So platziert trocknen auch sie zwei Tage. Zuletzt modelliert man die Gesichter (was mir persönlich immer sehr schwer fällt) und bemalt sie mit dem Tiegerlook. Alles in allem ist es eine Arbeit, die zeitmässig nicht zu unterschätzen ist.

Beim Aufsetzen der Deko auf die Torte kann es sein, dass die einzelnen Teile wieder auseinander fallen. Das ist aber nicht schlimm. Sie sind ja so stabil, dass man sie ohne Probleme erneut auf der Torte zusammen setzten kann.

Ach ja! Das Orangenmousse (habe ein neues Rezept ausprobiert) hat sich leider als Mimose herausgestellt und war nicht ganz so stabil, wie ich mir das gewünscht habe. Darum legte ich zur Sicherheit ein Stoffband als Abschluss um die Torte in der Hoffnung, dass es noch etwas mehr Stabilität in die Sache bringt. Zudem fertigte ich einen Kartonring an, den ich mit Backpapier einkleidete. Den Ring legte ich für den Transport um die Torte und polsterte die Kiste an den Seiten mit Luftkissen aus. Hoffentlich ist alles heil angekommen.






Montag, 28. Januar 2013

Maritime Geburtstagstorte. Schiff ahoi!!

Vor zwei Wochen wurde ich von Alessia angefragt, ob ich nicht eine Torte für ihre beste Freundin zum 18. Geburtstag machen könnte. Bei der Besprechung des Projektes kristallisierte sich sehr rasch heraus, dass das Motiv maritim sein sollte. Die jungen Frauen lieben es nämlich, auf Kreuzfahrt zu gehen. Nicht dass man jetzt meint sie würden alle naselang auf hoher See verbringen. Nein! Sie waren erst einmal zusammen auf einer Seereise und das hat gereicht, um die Sehnsucht nach mehr Meer zu wecken.


Für die Torte habe ich zwei Mal das Rezept von der weltbesten Sachertorte von Burgi aus Chefkoch.de, gebacken. Weil ich das Rezept so gerne mache, poste ich es nun an dieser Stelle.

Weltbeste Sachertorte

Sachermasse:

130 g Butter
125 g dunkle Schokolade 70%
40 g Zucker
2 El Rum oder Wasser
80 g Weissmehl
35 g Stärkemehl
15 g Kakaopulver
1 Priese Backpulver
120 g Eigelb zimmerwarm (ca. 8 Eier)
180 g Eiweiss zimmerwarm (ca. 8 Eier)
60 g Kristallzucker
1 Priese Salz

Die Butter mit der Schokolade und dem Zucker bei kleiner Temperatur sorgfältig schmelzen. Masse in eine Rührschüssel geben, nach und nach die Eigelb und den Rum oder das Wasser, unterrühren. Solange schlagen, bis die Masse an Volumen zugenommen hat und heller wird.

Das Mehl mit dem Stärkemehl, dem Kakaopulver und dem Backpulver sieben. Das Eiweiss mit dem Kristallzucker und dem Salz zu einem nicht zu steifen Schnee schlagen.

Den Eischnee und das Mehlgemisch abwechslungsweise sorgfältig unter die Masse heben.

Die Masse in eine Form von 22 cm Durchmesser füllen und bei 160 Grad (Ober- Unterhitze) für ca. 45 bis 60 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Das Biskuit auskühlen lassen. Nach dem Auskühlen wird es einmal durch geschnitten. Der Boden mit Rum oder Läuterzucker tränken. 300 g passierte Aprikosenmarmelade aufkochen. Den getränkten Boden mit etwas heisser Marmelade bestreichen und decken. Die so gefüllte Torte auf ein Gitter über einer Auffangschale (Kuchenblech) stelle. Die restliche, heisse Marmelade mit einem Schwung drauf giessen und überlaufen lassen. Wenn nötig etwas am Gitter rütteln, damit sich die Marmelade gleichmässiger verteilt. Sie wird nach dem Erkalten spiegelglatt.

Canache-Glasur

180 g Sahne
180 g Zartbitterschokolade gehackt
1 1/2 Blatt Gelatine, kalt eingeweicht
25 g Butter kalt in Stücken

Die Sahne aufkochen und über die gehackte Schokolade giessen. Sofort gut umrühren. Die eingeweichte Gelatine sorgfältig auflösen, zur Ganche geben und gut unterrühren. Zuletzt die Butter in der Ganache auflösen, indem man mit einem Löffel sachte drin rührt (nicht mit einem Schwingbesen!). Die Glasur ist perfekt, wenn sie den Rücken des Löffels zäh überzieht.

Die Glasur  mit einem Schwung auf die Vorbereitete Torte giessen und abrinnen lassen. Es werden weder Pinsel noch Spateln benötigt, um einen perfekten Überzug zu erhalten.
Die Torte schmeckt noch nach mehreren Tagen saftig und frisch!


Für diese maritime Tore habe ich natürlich den Überzug aus Marmelade und Ganache nicht gemacht. Ich habe dafür jedes Biskuit einmal  mit nicht passierter Aprikosenmarmelade gefüllt. Die zwei Torten setzte ich mit richtig viel aufgeschlagenen Ganache, parfümiert mit Baylis, zusammen. Eingestrichen habe ich sie ganz normal, mit Ganache aus Zartbitterschokolade.


Für die Randgestalltung setzte ich blaue und weisse Streifen aus Fondant auf einem Backpapier zusammen. 



Die gut gekühlte Torte wurde dann in diese Streifen gewickelt, sozusagen aufgerollt. Das funktioniert aber nur, wenn die Füllung fest ist.



Zuletzt gab es noch ein Top aus blauem Fondant. Noch etwas glätten und schon war sie parat für den Endspurt.



Damit der Übergang vom Rand zur Oberfläche nicht mehr zu sehen ist, habe ich mit dem Clay Extruder ein Seil gedreht und an die Kante geklebt. Das Schiff sowie das Steuerrad und der Anker sind aus Blüenpaste. Zudem habe ich in das Schiff noch einen stabilen Draht eingearbeitet, damit es garantiert nicht auf die Idee kommt, zu kippen. Solche Dekorationen müssen immer einige Tage zum Voraus gemacht werden, damit sie wirklich gut trocknen können.
Diese Elemente habe ich dann noch adrett platziert beziehungsweise angeklebt.

Die Auftragsgeberin war sehr angetan vom Törtchen. Somit habe ich das Ziel erreicht!


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