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Sonntag, 26. Oktober 2014

Alles unter Strom - Die Jubiläumstorte für ein Elektrogeschäft

Kennt ihr das auch? Monatelang ist man von einem Rezept total überzeugt und plötzlich passt es irgendwie nicht mehr. Genau das ist mir bei der Torte zum 100-jähriges Firmenjubiläum für eine Elektrofirma passiert. Ich wollte da unbedingt eine Torte dazu liefern und habe mir lange überlegt, was es sein sollte. Mit dem Designe war ich sehr zufrieden, mit der Füllung aber nicht. Auch wollte ich einmal ein anderes Biskuit ausprobieren, als das Express-Biskuit.



Für die Umsetztung der Torte habe ich  mir als erstes ein Holzbrett zuschneiden lassen. Auf diese Brett legte ich aus Fondant den Schriftzug zum Jubiläum. Es sollte so aussehen, als ob es mit einem Kabel geschrieben wäre.



Aus Kapaplatten schnitt ich mit einem Japanmesser zwei Rondellen zu, für den Boden und den Deckel der Kabelrolle. Die belegte ich mit breiten, braunen Fondantstreifen, um Holzplanken vorzutäuschen. Mit meinem Airbrush hauchte ich den Böden etwas Leben ein. Diese Arbeiten habe ich schon drei Wochen zum Voraus erledigt!

Für das Biskuit habe ich ein neues Rezept angewendet: Warm aufgeschlagen. Das Biskuit hat eine gleichmässige, mittelfeine Porung, ist stabil und praktisch für alle Füllungen geeignet. Keine Angst, es geht ganz leicht.

Warm aufgeschlagenes Biskuit (für eine Springform von 22-23 cm Durchmesser)

300 g Eier
180 g Zucker
210 g Mehl

Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180°C (Ober- Unterhitze) vorheizen.

Die Eier und den Zucker in eine grosse Schüssel geben. Am besten eignet sich eine Chromstallschüssel. Ich nehme immer die Schüssel meiner Kenwood. In einer Pfanne etwas Wasser aufkochen und die Schüssel darauf setzen. Das Wasser darf die Schüssel nicht berühren! Die Eier- Zuckermasse sofort mit einem Mixer gut durchrühren. Nun wird das Volumen der Masse immer grösser. Die Masse solange rühren, bis sie etwas mehr als Körpertemperatur hat.

Dann die Schüssel in die Küchenmaschine einspannen und sofort gut durchrühren, bis sie abgekühlt ist. Das kann gut 10 Minuten dauern. Wer keine Küchenmaschine hat, stellt die Schüssel in kaltes Wasser und rührt die Masse mit dem Mixer kalt.

Das gesiebte Mehl vorsichtig in die Eimasse einmelieren (unterheben). Die untergeschlagene Luft sollte möglichst in der Masse bleiben. Auf keinen Fall den Mixer dazu benutzen.

Die Masse in die vorbereitete Form geben und für ca 40 Minuten backen. Die Masse geht beim Backen nicht mehr viel auf.





Für die Torte habe ich das Rezept einmal in einer viereckigen Form gebacken und einmal in einer runden Springform.

In der Steckdosentorte war selbst gemachtes Lemon Curd (Hier findet ihr das Rezept). Diese Füllung hat mir gut gepasst und ich kann sie weiter empfehlen. Allerdings werde ich das nächste Mal etwas Butter aufschlagen und das Lemon Curd darunter rühren. Die Konsistenz würde mir dann besser passen. Damit der Kuchen feucht wurde und blieb, tränkte ich die einzelnen Böden mit verdünntem Zitronensirup, bevor ich das Lemon Curd aufstrich.

Bei der Kabelrolle habe ich eine Cognac-Ganache gemacht und wollte sie unter zimmerwarme Butter schlagen. Leider habe ich aber zuwenig Butter benutzt und die Ganache wurde zu fest. Nun weiss ich aber, dass man etwa gleich viel Butter wie Ganache benutzen muss, damit alles geschmeidig wird und bleibt. Da ich vom Rezept nicht überzeugt war, poste ich es hier nicht.

Nachdem die Torten gefüllt, eingestrichen und gekühlt waren, gings ans Finish. Zuerst stellte ich die runde Torte auf einen vorbereiteten "Holzboden" und drehte mit meinem Clay extruder fast drei Stunden lang Würste, die das Kabel darstellten. Am Ende taten mir die Finger und Hände arg weh.

Auf die fertig eingedrehte Torte kam der "Holzdeckel" und darauf die weiss eingedeckte Steckdose. Die Abdeckung mit den Löchern habe ich massstabgetreu aus Fondant, angefertigt.


Damit auch jeder sehen konnte, wer der Besitzer und wer die Gründer des Geschäftes sind und waren, habe ich die Portraits auf Esspapier ausgedruckt und mit ganz wenig Wasser an den Seiten der Steckdose, angeklebt.

Auf dem Empfang war es zuerst nicht jedem klar, dass die Kabelrolle eine Torte ist. Da musste ich schon lachen.


Liebe Grüsse, Sandra





Montag, 21. April 2014

Meine erste erotische Torte: Die Busentorte

Als mich kürzlich ein lieber Mensch gefragt hat, ob ich für ihn eine erotische Busentorte machen würde, habe ich all meine Bedenken wegen dem Thema über Bord geworfen und mich ans Werk gemacht.

Für mich war klar, dass dieses Thema so umgesetzt werden muss, dass ich den Busen gerne anschaue und er nicht primitiv wirkt. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Die Torte ist bei der Festgesellschaft super angekommen. Das freut mich natürlich sehr.


Der kleine Penis an der Kette ist für die weiblichen Gäste der Feier bestimmt gewesen.


Für diese Torte habe ich das Express-Biskuit mit Dinkelmehl mit einer Handvoll Kokosraspeln, in einer Kastenform von 19 x 28 cm, gebacken.

Für den Busen brauchte ich die metallene Halbeierform, die ich von meinem Schwiegervater bekommen habe. Er brauchte diese früher als er noch eine Bäckerei hatte an Ostern, zum Giessen von Schokoladenhalbeiern. Diese wurden dann mit Pralinen gefüllt und hübsch verpackt und verkauft.


Die kleinste Form legte ich mit Frischhaltefolie aus und kleidete sie mit dünnen Biskuitstreifen aus. Dafür braucht man nicht noch einmal extra ein Biskuit zu backen, sondern kann sich ein paar dünne Streifen vom "Körper" abschneiden. Auch wenn es eventuell ein unerwünschter Hubel beim Backen gegeben hat, kann man den abschneiden und damit wunderbar die Form auskleiden. Da ich aber nur eine in der passenden Grösse habe, musste ich sie nacheinander füllen und zum sofortigen Durchkühlen in den Froster legen.
Das Biskuit für den Körper wird einmal durchgeschnitten. Eine Lage zurück in den Rahmen legen. Unter den Boden ein Karton legen. Die Torte lässt sich so besser bewegen.

Für die Füllung habe ich dieses Mal eine Kokoscreme gemacht. Hier ist das Rezept. Bei dieser Menge bleibt aber noch ein Rest übrig. Den kann man aber gut einfrieren und als leckeres Eisdessert servieren.

Kokoscreme

150 g Kokosraspeln
10 El. Wasser
100 g Zucker

Zusammen aufkochen. Dabei die Masse immer umrühren, damit sie nicht anbrennt. Der Zucker sollte zuletzt idealerweise ganz aufgelöst sein. Abkühlen lassen.

500 g Qimiq
120 g Zucker
6 El Kokosrum (Batida di Coco) oder Likör
2,5 dl kalten Rahm (Sahne), hier kann auch gut Halbrahm verwendet werden. 

Das Qimiq mit einem Handmixer glatt rühren. Die Nussmasse mit dem Zucker und dem Rum dazu geben und gut unterrühren. Den Halbrahm oder Rahm steif schlagen und sorgfältig unter die Masse ziehen.

Als erstes die vorbereiteten Busenformen mit der Massen füllen. Wenn man wie ich nur eine hat, so stellt man dann die gefüllte Form in den Tiefkühler. In der Zwischenzeit ein Teil der Masse in den vorbereiteten Rahmen geben und mit der zweiten Lage des Biskuits decken (Wer möchte kann natürlich den Boden noch mit Zuckersirup tränken). Kühl stellen. Sobald der eine Busen im Tiefkühler die Form behält, kann man ihn aus der Form nehmen, sollte ihn aber im TK lassen. Der zweite Busen gleich wie der erste machen. Im Kühlschrank durchkühlen lassen. Den ersten Busen aus dem Tiefkühler nehmen und ihn, gestützt mit Haushaltspapier oder ähnlichem, bis zum Gebrauch kühl stellen.

Am nächsten Tag den Körper etwas zurechtschnitzen. Ich habe ihm zum Beispiel eine Taille gemacht. Zudem habe ich die Kanten überall etwas gerundet. So wirkt alles etwas weicher. Die Busen auf dem Körper platzieren. Alles mit Ganache oder Buttercreme einstreichen. Dabei kann man gut die Finger mit benutzen. Auch hier ist es wichtig, dass die Ganache oder die Buttercreme möglichst glatt aufgetragen wird. Je glatter sie eingestrichen wird, umso schönere Haut hat die Dame.

Nachdem die Ganache fest geworden ist, kann man den Körper mit hautfarbenem Fondant überziehen. Das ist bei mir sehr gut gegangen. Nun kann der Torso nach Lust und Laune ausgeschmückt werden. Am meisten Mühe hat ich mit den Nippeln. Ich war nicht zufrieden und habe erst kurz vor dem Abliefern bemerkt, was mich so sehr gestört hat: Es war die zu helle Farbe der Nippeln! Sofort habe ich mir noch etwas dunkle Farbe angerührt und sie nachgefärbt. Daher glänzen sie auch noch so sehr, auf den Fotos.



Wie gefällt Euch meine erste, erotische Busentorte?

Herzliche Grüsse, Sandra

Sonntag, 10. November 2013

Stangensellerie ist gut für eine schnelle Rosendekoration

Es kann sein, dass Euch der Titel meines heutigen Post etwas verwirrt. Aber es ist tatsächlich so, dass man mit Stangensellerie eine sehr schnelle und vor allem auch schöne Rosendekoration machen kann. Ich habe für die Deko, mit aufräumen der Küche, und zwar tip-top, gerade einmal eine Stunde gebraucht.


Brauchen tut man eine sauber eingedeckte Torte möglichst ohne Dellen, rote und grüne Farbe, eine Staude Stangensellerie, ein paar Gummibänder und ein Schwämmchen oder einen dicken Pinsel zum Auftragen der Farbe.


Die Rosenblätter bei meiner Torte sind ehrlich gesagt etwas zu dick geworden. Dass könnte man aber ändern, in dem man schon beim Kauf des Selleries darauf achtet, eher filigranere Stängel zu nehmen. Ich habe das leider etwas verpasst. Als erstes wäscht man den Sellerie und schneidet ihn gerade ab. Die Schnittstelle ergibt dann die Rose. Also solange immer etwas abschneiden, bis man mit dem Bild zufrieden ist.


Die Stangen mit einem Gummiband fixieren und vielleicht noch etwas zurecht zupfen.


Danach in einem Teller etwas Farbe mit hochprozentigem (Schnaps, Wodka) anrühren. Mit einem Pinsel oder einem Schwämmchen die Farbe auf die Schnittstelle des Stangensellerie streichen und zuerst ein Probedruck auf ein Blatt Papier machen.


Wenn das Bild gefällt, kann man sich an die Torte wagen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass man den Selleriestempel über die Torte abrollt. Am besten fängt man auf der Rückseite der Torte an.


Wenn mal ein Abdruck nicht so toll raus gekommen ist, so ist das nicht schlimm: Man kann das zuletzt wunderbar korrigieren. Dafür nimmt man ein einziger Stängel des Selleries und tupft dann die zu korrigierenden Stellen nach.




Für die Blätter der Rosenblüten geht man ähnlich vor wie bei den Blüten. Dafür werden zwei eher filigranere Stängel mit einem Gummiband zusammen gebunden und die Schnittstelle grün eingefärbt. Um die Rosenblüten herum stempeln.


Meine Torte ist ein Dummy und steht nun in der Vitrine bei den anderen Dummys.







Montag, 24. Juni 2013

Star Wars reloaded: R2D2 Cake zum Geburtstag

Wieder einmal hatte ich die Gelegenheit, eine technisch aussergewöhnliche Torte machen zu dürfen: R2D2 von Star Wars. Die Sternenkrieger waren vor Jahrzehnten aktuell und erleben wohl wieder ein Comeback.



Für dieses Projekt hatte ich fast einen Monat Vorlaufzeit, die ich gut nutzte. Als erstes habe ich aus dem Internet Vorlagen für die Roboterarme gesucht und leider keine gefunden. Anhanden von diversen Malvorlagen habe ich mir dann die Arme selber gezeichnet. Mit diesen Schablonen schnitt ich sie dann aus Styropor aus und deckte sie mit Fondant ein. Das Ausschneiden geht am besten mit einem Teppich- oder Japanmesser.



Mein Ehrgeiz verlangte von mir, dass ich die Torte nicht einfach so auf das Cakeboard platzierte, sondern dem Original nahe, über dem Boden schweben liess. Dafür habe ich mir eine einfache Konstruktion überlegt, die mir dann mein Mann auch umsetzte: Im Bastelgeschäft besorgte ich mir eine stabile Holzplatte, die eigentlich zum Flechten von Rattankörben benutzt wird. Dazu fand ich noch ein Klötzchen in der passenden Höhe, das mein Roboter zum Schweben bringen sollte. Das Klötzchen schraubte mir mein GöGa an ein Cakeboard und darauf montierte er die Holzscheibe. Damit nicht der ganze Roboter aus Kuchen gemacht werden musste, sind die unteren 15 cm auch aus Styropor. Zwei Schrauben, die aus der Holzscheibe schauten, gaben dem Dummy den nötigen Halt.

 


Vor dem definitiven Zusammenschrauben, packte ich das Gestell noch robotermässig in Alufolie ein. Fertig!!


Auf diesen Unterbau packte ich, die schon am Vortag auf eine Kapaplatte geschichtete Erbeersahne-Milchmädchentorte. Die Kuppel des R2D2 schichtete ich in eine Schüssel. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass MM nicht die ideale Torte für ein solches Projekt ist. Die vielen Schichten machen die Sache etwas instabil und deshalb nicht einfacher. Ein schlichter und saftiger Schokokuchen wäre da wohl besser gewesen. Zumal die MM Torte dem 7-jährigen Geburtstagskind nicht geschmeckt hat. Er hat sich aber am Fondant gütlich getan und liess es sich ordentlich schmecken.

Die ganze Torte habe ich dann mit weisser Ganache eingestrichen und probiert, so glatt wie möglich zu streichen.



Ganz gelungen ist es mir nicht. Dieser etwas skurril aussehende Hupf musste danach nur noch mit weissem Fondant eingekleidet und verziert werden.

Als letztes montierte ich die Roboterarmen fest. Dafür steckte ich Holzspiesschen von hinten in die Armen, die ich dann so vorbereitet in den Rumpf stecken konnte. Zuckerkleber gab ihnen noch den nötigen, letzten Halt.

 

Ach ja, die Schrift: Im Internet findet man das ganze Star Wars Alphabet und muss sich nur noch die Buchstaben in der richtigen Grösse ausdrucken. Fertig sind die Vorlagen, mit denen man ohne Probleme Namenszüge aus Fondant schneiden kann. Das Geburtstagskind fand es besonders cool, dass das I und das S so lässig zusammen verbunden waren. 


Sonntag, 7. April 2013

Hoppel-Hase im Osterkorb

In diesem Post stelle ich Euch den Hoppel-Hase im Osterkorb vor. Es war heuer unsere Ostertorte.



Bei dieser Torte habe ich wieder ein paar neue Sachen ausprobiert: Der Hoppel-Hase, eine neue fruchtige Füllung und eine neue Buttercreme, die auch eigentlich als Topping für Cupcakes rezeptiert war.

Als erstes widme ich mich dem Hasen. Ich habe ihn aus gut 200 g Marzipan modelliert oder besser, geformt. Das Marzipan habe ich folgendermassen aufgeteilt: Für den Körper 140 g. Für den Kopf 40 g und für die Ohren je 10 g. Für den Stummelschwanz habe ich vom Körper einen kleine Kugel abgezwackt.

Für den Körper und den Kopf müssen zwei längliche Laibe geformt werden. Für die Ohren formt man zwei lange Tropfen, die man dann etwas flach drückt. Die einzelnen Teile werden danach mit weisser Schokolade bestrichen und sofort in Kokosraspeln gewendet. So entsteht eine Fellstruktur. Die Teile trocknen lassen.



In den Körper muss man nun ein Stück eines Holzspiesschens stecken, damit man den Kopf darauf fixieren kann. Ich habe als Kleber zwischen dem Körper und dem Kopf weisse Schokolade verwendet.


Die Ohren werden innen noch mit etwas rosa Farbe bepudert. Danach bekommen auch sie einen Zahnstocher und werden mit Schoki an den Kopf geklebt. Der Stummelschwanz wird natürlich auch noch angeklebt. Nun muss der Hase wieder trocknen. Zuletzt bekommt er ein umgedrehtes Zuckerherzchen als Schnäutzchen und zwei Perlen als Augen. Mit einem  Stoffband um den Hals ist der Hoppel-Hase fertig.



Für die Torte habe ich wieder mein bewährtes Express-Biskuit, umgerechnet auf drei Eier, gebacken (Durchmesser 18 cm). Das Biskuit habe ich zwei Mal durchgeschnitten. Die Füllung war eine leckere Rhabarber-Erdbeermousse mit Qimiq hergestellt (ich muss dort wohl einmal Aktien kaufen :-)).


Erdbeer-Rhabarbermousse

150 g  frische Rhabarber (gerüstet gewogen)
100 g Zucker
200 g Erbeeren
250 g Qimiq
60 g Zucker
1 dl Sahne (Vollrahm)

Die Rhabarber schälen und in Stücke schneiden. Mit dem Zucker zugedeckt kurz dämpfen. Wenn tiefgekühlter Rhabarber verwendet wird, so dürfen danach für das Mousse nur die festen Fruchtstücke (150g), ohne den entstandenen Saft verwendet werden. Der Saft kann aber danach zum Tränken des zweiten Biskuitbodens verwendet werden. Wenn frischer Rhabarber verwendet wird, so nimmt man alles her.

Die Erdbeeren mit dem Rhabarber pürieren  Qimiq mit 60 g Zucker glatt rühren. Nach belieben kann noch Vanillezucker dazu gegeben werden. Die pürierten Früchte mit dem Qimiq vermischen. Die steif geschlagene Sahne unterheben.

Die Torte zwei Mal mit der Masse füllen und für eine Nacht in den Kühlschrank stellen. Die Torte kann nur gefüllt werden, wenn man mit einem Metallring arbeitet, den man um die Böden stellt. Die Masse ist zu flüssig, als dass man sie mit einem Spachtelmesser auf die Böden streichen könnte.

Am nächsten Tag die Torte aus dem Ring nehmen und rund herum mit Buttercreme nach Wahl einstreichen und danach das Korbgeflecht spritzen. Hier könnt ihr sehen, wie das gemacht wird.

Für den Bügel des Korbes habe ich einen etwas dickeren Draht genommen und ihn mit einem Stoffband, dass ich zuvor mit Kleber von der Rolle eingestrichen habe, eingewickelt.



Mit einer Schleife den Henkel aufpepen. Die Enden werden nun in einen Trinkhalm und danach in die Torte gesteckt.


Die Torten kann nun hübsch ausgarniert werden. Dazu habe ich grün eingefärbte Kokosraspeln als Gras auf die Torte gestreut. Darauf platzierte ich den Hopel-Hase, zusammen mit ein paar Marzipaneiern.




Sonntag, 24. Februar 2013

Auto und Katzen in 2D zum 80. Geburtstag

Diesmal hatte ich ein Tortenprojekt, das mich etwas heraus gefordert hat: Gewünscht war etwas mit Auto, drei Katzen und dem 80. Geburtstag. Die Deko sollte zudem so stabil sein, dass auf dem Transport in die Festhütte auf einer Alp, nichts kaputt geht. Ach ja! Als Füllung war ein Orangenmousse gewünscht! Und dies alles für ca. 8 Personen. Das heisst also, dass die Torte auch nicht zu gross sein durfte.

Nach langen Recherchen im Internet war ich noch keine Spur klüger. Erst im Forum Torten-Talk habe ich dann eine Idee gefunden: Ich wollte etwas in 2D machen! Ein Auto mit drei Katzen in 2D. Und das ist dabei heraus gekommen:



Und von oben betrachtet:


Ich habe ziemlich lange geübt, bis ich wusste wie ich die Elemente gestallten musste damit sie mir auch gefallen. Der Trick ist: Wenn die Teile klein sind, wie bei den Katzen, kann man sie nicht heraus schneiden sondern muss sie einzeln modellieren. Aber der Reihe nach.

Als erstes muss man sich das gewünschte Sujet heraus suchen und in der richtigen Grösse zwei Mal farbig ausdrucken. Dieser Druck ist die 1:1 Vorlage, mit der gearbeitet wird. Ein Druck wird in eine durchsichtige Sichtmappe gesteckt. Diese Vorlage wird gebraucht, um die einzelnen Teile darauf abzulegen und trocknen zu lassen.


Beim zweiten Druck wird das Auto ausgeschnitten und so zerteilt, wie die Teile aus Fondant, bei der fertigen Deko,  sein sollten.


Diese ausgeschnittenen "Schablonen" werden nun auf Fondant oder Blütenpaste (dick ausgerollt damit es Struktur bekommt) aufgelegt und ausgeschnitten. Die Kanten müssen danach sorgfältig mit den Fingern abgerundet werden. Nun kann man sie, wie bei einem Puzzle, auf der zweiten Vorlage zu einem Auto zusammen setzen. Eventuell muss an den Kanten noch etwas Zuckerkleber aufgetragen werden.
Auch da habe ich die kleinen Teile, wie die Lampen, Radkappen und Lichteinflüsse, von Hand modelliert. Nach einem Tag trocknen werden die Stossstangen und Radkappen silbern bemalen.

Bei den Katzen habe ich jeweils die einzelnen Teile modelliert und auf die Vorlage abgesetzt. So platziert trocknen auch sie zwei Tage. Zuletzt modelliert man die Gesichter (was mir persönlich immer sehr schwer fällt) und bemalt sie mit dem Tiegerlook. Alles in allem ist es eine Arbeit, die zeitmässig nicht zu unterschätzen ist.

Beim Aufsetzen der Deko auf die Torte kann es sein, dass die einzelnen Teile wieder auseinander fallen. Das ist aber nicht schlimm. Sie sind ja so stabil, dass man sie ohne Probleme erneut auf der Torte zusammen setzten kann.

Ach ja! Das Orangenmousse (habe ein neues Rezept ausprobiert) hat sich leider als Mimose herausgestellt und war nicht ganz so stabil, wie ich mir das gewünscht habe. Darum legte ich zur Sicherheit ein Stoffband als Abschluss um die Torte in der Hoffnung, dass es noch etwas mehr Stabilität in die Sache bringt. Zudem fertigte ich einen Kartonring an, den ich mit Backpapier einkleidete. Den Ring legte ich für den Transport um die Torte und polsterte die Kiste an den Seiten mit Luftkissen aus. Hoffentlich ist alles heil angekommen.






Montag, 28. Januar 2013

Maritime Geburtstagstorte. Schiff ahoi!!

Vor zwei Wochen wurde ich von Alessia angefragt, ob ich nicht eine Torte für ihre beste Freundin zum 18. Geburtstag machen könnte. Bei der Besprechung des Projektes kristallisierte sich sehr rasch heraus, dass das Motiv maritim sein sollte. Die jungen Frauen lieben es nämlich, auf Kreuzfahrt zu gehen. Nicht dass man jetzt meint sie würden alle naselang auf hoher See verbringen. Nein! Sie waren erst einmal zusammen auf einer Seereise und das hat gereicht, um die Sehnsucht nach mehr Meer zu wecken.


Für die Torte habe ich zwei Mal das Rezept von der weltbesten Sachertorte von Burgi aus Chefkoch.de, gebacken. Weil ich das Rezept so gerne mache, poste ich es nun an dieser Stelle.

Weltbeste Sachertorte

Sachermasse:

130 g Butter
125 g dunkle Schokolade 70%
40 g Zucker
2 El Rum oder Wasser
80 g Weissmehl
35 g Stärkemehl
15 g Kakaopulver
1 Priese Backpulver
120 g Eigelb zimmerwarm (ca. 8 Eier)
180 g Eiweiss zimmerwarm (ca. 8 Eier)
60 g Kristallzucker
1 Priese Salz

Die Butter mit der Schokolade und dem Zucker bei kleiner Temperatur sorgfältig schmelzen. Masse in eine Rührschüssel geben, nach und nach die Eigelb und den Rum oder das Wasser, unterrühren. Solange schlagen, bis die Masse an Volumen zugenommen hat und heller wird.

Das Mehl mit dem Stärkemehl, dem Kakaopulver und dem Backpulver sieben. Das Eiweiss mit dem Kristallzucker und dem Salz zu einem nicht zu steifen Schnee schlagen.

Den Eischnee und das Mehlgemisch abwechslungsweise sorgfältig unter die Masse heben.

Die Masse in eine Form von 22 cm Durchmesser füllen und bei 160 Grad (Ober- Unterhitze) für ca. 45 bis 60 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Das Biskuit auskühlen lassen. Nach dem Auskühlen wird es einmal durch geschnitten. Der Boden mit Rum oder Läuterzucker tränken. 300 g passierte Aprikosenmarmelade aufkochen. Den getränkten Boden mit etwas heisser Marmelade bestreichen und decken. Die so gefüllte Torte auf ein Gitter über einer Auffangschale (Kuchenblech) stelle. Die restliche, heisse Marmelade mit einem Schwung drauf giessen und überlaufen lassen. Wenn nötig etwas am Gitter rütteln, damit sich die Marmelade gleichmässiger verteilt. Sie wird nach dem Erkalten spiegelglatt.

Canache-Glasur

180 g Sahne
180 g Zartbitterschokolade gehackt
1 1/2 Blatt Gelatine, kalt eingeweicht
25 g Butter kalt in Stücken

Die Sahne aufkochen und über die gehackte Schokolade giessen. Sofort gut umrühren. Die eingeweichte Gelatine sorgfältig auflösen, zur Ganche geben und gut unterrühren. Zuletzt die Butter in der Ganache auflösen, indem man mit einem Löffel sachte drin rührt (nicht mit einem Schwingbesen!). Die Glasur ist perfekt, wenn sie den Rücken des Löffels zäh überzieht.

Die Glasur  mit einem Schwung auf die Vorbereitete Torte giessen und abrinnen lassen. Es werden weder Pinsel noch Spateln benötigt, um einen perfekten Überzug zu erhalten.
Die Torte schmeckt noch nach mehreren Tagen saftig und frisch!


Für diese maritime Tore habe ich natürlich den Überzug aus Marmelade und Ganache nicht gemacht. Ich habe dafür jedes Biskuit einmal  mit nicht passierter Aprikosenmarmelade gefüllt. Die zwei Torten setzte ich mit richtig viel aufgeschlagenen Ganache, parfümiert mit Baylis, zusammen. Eingestrichen habe ich sie ganz normal, mit Ganache aus Zartbitterschokolade.


Für die Randgestalltung setzte ich blaue und weisse Streifen aus Fondant auf einem Backpapier zusammen. 



Die gut gekühlte Torte wurde dann in diese Streifen gewickelt, sozusagen aufgerollt. Das funktioniert aber nur, wenn die Füllung fest ist.



Zuletzt gab es noch ein Top aus blauem Fondant. Noch etwas glätten und schon war sie parat für den Endspurt.



Damit der Übergang vom Rand zur Oberfläche nicht mehr zu sehen ist, habe ich mit dem Clay Extruder ein Seil gedreht und an die Kante geklebt. Das Schiff sowie das Steuerrad und der Anker sind aus Blüenpaste. Zudem habe ich in das Schiff noch einen stabilen Draht eingearbeitet, damit es garantiert nicht auf die Idee kommt, zu kippen. Solche Dekorationen müssen immer einige Tage zum Voraus gemacht werden, damit sie wirklich gut trocknen können.
Diese Elemente habe ich dann noch adrett platziert beziehungsweise angeklebt.

Die Auftragsgeberin war sehr angetan vom Törtchen. Somit habe ich das Ziel erreicht!


Dienstag, 4. Dezember 2012

Biberfladen mit selbst gemachten Auflegebildern passen gut zu Caramelllikör


Die letzte Zeit war es etwas ruhig auf meinem Blog. Um so hektischer ging es in meiner Küche zu und her. Vor einem Monat habe ich die feinen Christstollen gebacken, den Lebkuchenteig gerührt und Caramelllikör angesetzt.

Am Wochenende kam mein Patenkind mit Bruder zu Besuch und wir haben, wie jedes Jahr, Lebkuchenhäuser gebacken und garniert. Da blieb noch ein ordentliches Stück Teig über und so entschloss ich mich gestern, feine Biberfladen zu backen. Für die Dekoration habe ich mir überlegt, selber Lebkuchenbilder zu machen.


Sehen die nicht todschick aus? Mir gefallen sie auch sehr. Zusammen mit dem Likör ergeben sie ein tolles Geschenk. Nun möchtet ihr sicher sehen, wie ich diese Biberfladen gemacht habe.

Als erstes suchte ich im Internet nach schönen Bildern. Wenn man das Stichwort "Glanzbilder" eingibt, kriegt man eine Fülle von passenden Kläusen, Tannen und Engeln.
Die muss man nun in einem Textverarbeitungsprogramm (bei mir Word) abspeichern und die Grösse anpassen. Dann werden sie farbig, auf ganz normalem Papier, ausgedruckt.


Nach dem Ausschneiden sind sie schon parat. Nun geht es in die Küche.

Der Lebkuchenteig wird etwa 4mm dick ausgewallt.


Daraus werden die gewünschten Formen ausgeschnitten. Für einen Fladen braucht es zwei identische Stücke. Damit die Grösse passt, werden die Bilder als Vorlage auf den Teig gelegt. Nun wird auf je ein Teigstück eine leckere Füllung aufgebracht. Ich habe mich hier für eine Hasenussfüllung entschieden. Am besten geht das mit einem Spritzsack. Der Rand muss dabei frei bleiben.



Die Ränder werden mit Wasser bestrichen und mit dem zweiten Stück Teig gedeckt, ähnlich wie bei selbst gemachten Ravioli. Die Stücke werden auf ein Blech gelegt und mit der Gabel gestupft.



Danach gehen sie für etwa 10 bis 15 Minuten, in den auf 190°C (Unter-Oberhitze) vorgeheizten Ofen (unterste Schiene). Während sie im Ofen backen mischt man die Gummi arrabicum Lösung an. Dafür nimmt man vier Teile Wasser und einen Teil Gummi arrabicum. Das ganze wird sorgfältig erhitzt. Es darf aber nicht kochen.
Wenn die Biber aus dem Ofen kommen werden sie sofort mit dieser Lösung bepinselt und auf jedes Stück wird ein Bild sorgfältig angedrückt. Es braucht keinen weiteren Kleber mehr. Das Gummi arrabicum hält die Bilder perfekt.


Sobald die Biber ausgekühlt sind, werden sie einzeln in Frischhaltefolie oder Säckchen verpackt. Nun wünsche ich Euch viel Spass bei Eurere Weihnachtsbäckerei.


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