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Mittwoch, 23. März 2016

Fussball und Firmung? Ja, das geht!

Daniele ist ein leidenschaftlicher Fussballspieler und hatte am 13. März, eine Woche vor Frühlingsbeginn, seine Firmung. Ein grosses Fest für den jungen Mann. Meine Herausforderung war es nun, sein Hobby mit der Firmung zu verbinden. Da ist nun die Torte, die daraus entstanden ist.



Der Fussball kommt auf dem Cakeboard sehr gut zur Geltung, ist aber dennoch nicht aufdringlich. Ansonsten habe ich mich an die Farben der Einladungskarten gehalten: Braun in Lederoptik, passend für den Herrn. Grün als Kontrast, mit dem Namensschild und dem christlichen Fisch, als Topper. Den Fisch habe ich noch mit Snowpowder eingepudert, damit er einen schönen Glanz bekommen hat.






Die untere Torte war ein leckerer Schokoladenkuchen mit Buttermilch im Teig, gefüllt mit einer Buttercreme aus Nutella. Ich habe jede Lage mit einer Tränke aus Zucker und Wasser 1:1 und Espressokaffee nach belieben, getränkt. Zudem habe ich auf den untersten Boden eine saure Konfitüre aus Kornellkirschen gestrichen
Die obere Torte war eine helles Expressbiskuit, 20 cm Durchmesser, gefüllt mit der halben Menge der Himbeer-Qimiq-Füllung, wie ich sie schon für Lisa benutzt habe.

Damit ihr wieder einmal etwas neues Backen könnt, poste ich hier das Rezept für den Schokoladenkuchen mit Buttermilch:


Schokoladenkuchen mit Buttermilch
Ich habe das Rezept für diese Torte zwei Mal gebacken. In einer Springform von 28 cm Durchmesser wurde es ca 8 cm hoch. So konnte ich es einmal durchschneiden.

220 g weiche Butter
300 g Zucker
Vanillezucker
1 Prise Salz
4 Eier
50 g Kakaopulver
3.5 dl Buttermilch
350 g Mehl
1 P. Backpulver

Die Butter mit dem Zucker, dem Vanillezucker und dem Salz schaumig schlagen. Ein Ei nach dem anderen dazu geben und weiter schlagen, bis die Masse hell ist. Das gesiebte Kakaopulver abwechslungsweise mit der Buttermilch dazu rühren. Das gesiebte Mehl mit dem Backpulver zügig unter den Teig rühren. Ihr kennt ja mein Mott: So kurz wie möglich, so lang wie nötig rühren.

Den Teig in eine vorbereitete Form giessen. Ich backe meine Kuchen immer mit einem Nagel in der Mitte, weil sie dann sehr gleichmässig hoch gehen und auch in der Mitte gebacken werden. So werden sie nicht speckig. Den Kuchen bei 180°C Ober- und Unterhitze, für ca 35-45 Minuten backen. Stäbchenprobe machen! Für die Weiterverarbeitung den Kuchen über Nacht abstehen lassen.

Buttercreme aus Nussnougataufstrich zum Beispiel Nutella

500 g weiche Butter sehr schaumig schlagen
1.5 kg Nussnougataufstrich unterrühren

Ich habe das Rezept für diese Torte einmal gemacht. Es reicht um die Torte drei Mal füllen und einstreichen zu können.




Sonntag, 6. Dezember 2015

Lebkuchenhaus-Torte mit Überraschungen

Die Advents- und Weihnachtszeit gehört für mich zu den schönsten Zeiten im Jahr. Ich freue mich immer wieder aufs Neue darauf. Nachdem es sehr lange ruhig in meiner Tortenküche war, präsentiere ich Euch hier mein Lebkuchen-Tortenhaus mit leckeren Rezepten für den Kuchen und die Füllung. Unangenehme Überraschungen inklusive!



Das Haus ist in zwei Teilen gearbeitet. Das Untergeschoss ist ein Kürbis-Schokoladenkuchen. Für das Dach habe ich das Rezept vom Eierlikörkuchen gebacken. An Stelle des Eierlikörs habe ich aber Schokoladenlikör und Bailys genommen. Beide Kuchen sind gefüllt mit einer Frischkäse-Orangen-Buttercreme. Die war sehr lecker und wurde von allen Seiten gelobt.



Hier nun das Rezept für den Kürbis-Schokoladenkuchen, der saulecker war.

Kürbis-Schokoladen-Torte (das Rezept ist von Brigitte und reicht für eine runde Form vom 20 cm Durchmesser)

200 g Kürbis, fein geraffelt
170 g weiche Butter
200 g weisser Zucker
200 g brauner Zucker
4 Eier oder 3 grosse Eier und 1 Eigelb
115 ml Buttermilch
2 Tl Vanillezucker
180 g Mehl
75 g Kakaopulver (Backkakao)
2 Tl Backpulver
1 Tl Natronpulver
1 grosse Prise Salz

Die weiche Butter mit dem weissen und braunen Zucker gut verrühren. Ein Ei nach dem anderen dazu geben und weiter schlagen, bis ein schaumige Masse entsteht. In einer anderen Schüssel den fein geraffelten Kürbis mit der Buttermilch, dem Vanillezucker und dem Salz vermischen.
Das Mehl, Kakaopulver, Back- und Natronpulver vermischen.
Nun die Kürbis- Buttermilchmischung zur Eimasse geben und gut unterrühren. Danach die Mehlmischung dazu sieben und so lange wie nötig und so kurz wie möglich unterrühren. Es dürfen keine Mehlnester im Teig bleiben.

Die Masse in die vorbereitete Backform giessen. Ich habe sie in einem rechteckigen Rahmen von 32 x 16 cm gebacken. Damit der Teig schön gleichmässig aufgeht, steckte ich zwei diese Dinger in den Teig, die eigentlich zum Herstellen für Butterrosen gedacht sind. Der Teig geht dann super schön und gleichmässig auf.



Hier seht ihr noch ein Bild von einem Karottenkuchen, den ich so gebacken habe. In der Mitte könnt ihr den Nagel sehen.



Das ganze Haus habe ich mit folgender Frischkäse-Orangenfüllung gefüllt.

Frischkäse-Orangenfüllung mit Honig

400 g Frischkäse natur
400 g weiche Butter
200 g Honig
1 Bio Orange. Schale und der Saft der halben Orange

Die weiche Butter mit dem Honig und der abgeriebenen Schale der Orange schaumig schlagen. Den Saft in kleinen Portionen dazu geben und weiter schlagen, bis alles aufgebraucht ist. Nun den Frischkäse dazu geben und weiterrühren, bis eine glatte Masse entstanden ist. Fertig!

Mit dieser Füllung habe ich die zwei Böden des Kürbis- Schokoladenkuchen zusammen gesetzt. Ebenso die Böden für das Dach. Die habe ich von Anfang an auf eine, auf Grösse zugeschnittene Kapaplatte gesetzt, damit ich mehr Stabilität ins Haus bekommen konnte. Nach einer Nacht im Kühlschrank steckte ich in das untere Stockwerk vier Trinkhalme. Das Dach schnitt ich noch in eine Dreieckige Dachform und setzte es aufs untere Stockwerk. 

So zusammengesetzt, konnte ich das ganze Haus mit der dunklen Ganache einstreichen und es erneut für mehrere Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen.

In der Zwischenzeit formte ich aus Fondant einen Schneemann.


Damit er einen schönen Schimmer bekam, puderte ich in mit Glanzpuder ein. Die Arme sind übrigens Stücke von Vanilleschoten. Die Nase ist ein Keil einer getrockneten Aprikose. Orangenschale geht auch gut.

Danach habe ich aus vier Eiweiss ein Royal Icing zubereitet. Der grösster Teil davon hielt ich in weiss. Ein kleiner Teil färbte ich in grün und rot ein.

Mit diesem Icing und eingefärbtem Fondant für Türe und Fenster, garnierte ich das ganze Haus aus. Dafür brauchte ich recht lange. Weil ich der Sache nicht so recht traute, verstaute ich das restliche Icing sehr sorgfältig in luftdichte Behälter, damit ich noch Material hatte, wenn etwas zum Reparieren wäre.

Nachdem ich mit Icing, allerdings auf Fondant, im Kühlschrank nie Probleme hatte, war die Überraschung sehr gross, als ich am nächsten Tag die Torte aus dem Kühli nahm und entweder ein grosser Teil der Verziehrungen herunter gelaufen oder ineinander gelaufen war. Zum Glück hatte ich noch Resten von Icing und konnte danach, allerdings erst am Bestimmungsort, viele Fehler wieder korrigieren. Erst da hatte ich auch gemerkt, dass dem Schneemann noch die weisse Krempe und der Bommel an Hut, fehlte. Auch diesen Fehler konnte ich noch korrigieren. Da die Torte schon ein paar Stunden später gegessen werden sollte, stellte ich sie erst gar nicht mehr in den Kühli. Ich weiss nun:

Icing auf Ganache geht nicht, wenn die Torte noch in den Kühlschrank muss!!!!!

Das nächste Haus würde ich an den Seiten mit braunem Fondant eindecken (Das Dach muss nicht gemacht werden, da es sowieso mit Icing zugedeckt wird. Dieses Icing hält auch). Es ist nicht nötig, alle Seiten am Stück einzudecken weil mit den Verzierungen die Nahtstellen der einzelnen Seiten gut kaschiert werden können. So hält das Icing garantiert am Haus.



Dienstag, 6. Januar 2015

Harley war gewünscht: Der Reifen soll es richten


Schon wieder hat ein neues Jahr begonnen. Ich wünsche Euch allen für das 2015 nur das Beste, viel Liebe und Gesundheit!

Endlich habe ich wieder die Zeit und Muse, Euch von meinem Harley / Reifenprojekt zu berichten. Die Torte wurde von der Tochter für den Papi, der Harley-Fan ist und 50- jährig wurde, bestellt. Für mich als nicht Motorradfan war das eine Herausforderung. Ehrlich gesagt, war es nicht gerade mein Lieblingsthema. Am Ende war ich aber doch sehr zufrieden mit dem Ergebnis.


Für das Harley-Logo habe ich die Schrift Haettenschweiler, benutzt. Sie kommt dem Original am nächsten. Das ganze Schild ist aus Blütenpaste und kann aufbewahrt werden.


Das Schild hat am meisten Arbeit gemacht, weil man sehr viel mit dem Skalpell ausschneiden musste.

Für den Reifen war eine Karottentorte, wir in der Schweiz sagen Rüeblitorte, gewünscht. Das Rezept, das ich hier auf dem Blog gepostet habe, war mir für dieses Projekt zu luftig und instabil. Daher habe ich ein neues ausprobiert und bin begeistert davon. Es ist schön feucht, stabil und kann durchaus zwei bis drei Tage zum Voraus gemacht werden.



Rüeblitorte nach Betty Bossi
für eine Cakeform von 30 cm Länge oder eine Springform von 23 cm Durchmesser

350 g Mehl gesiebt
1 Päckli Backpulver gesiebt
300 g Rohzucker
2 Tl Zimt
3/4 Tl Kardamom nach Belieben
1 Prise Salz
250 g Mandeln gemahlen

Die Trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen.

250 g fein geraffelte Rüebli
1 Zitrone, Schale und Saft
4 Eier verquirlt
200 g Butter flüssig, ausgekühlt

Die nassen Zutaten mit einer Kelle oder dem Handrührgerät unter die trockenen Zutaten rühren. In die vorbereitete Form füllen. Die Masse im vorgeheizten Backofen (180° C Ober/Unterhitze oder ca. 170° C Umluft) für ca 65 Minuten backen. Wird die Masse in der Springform gebacken, kann sich die Backzeit deutlich verlängern. Unbedingt den Stäbchenprobe machen.


Die Torte habe ich dann einmal durch geschnitten und mit der Buttercreme Raz-Faz, gefüllt und dick eingestrichen.

Danach habe ich sie mit schwarzem Fondant eingedeckt. Das Profil des Reifens habe ich mit meinem Modellierrädchen von Wilton, eingekerbt. Das ging sehr gut. Für die Felgen habe ich mich an Bilder vom www orientiert und danach meine Fantasie etwas walten lassen.

Ein paar Tage später habe ich dann das Feedback für diese Torte erhalten: Das Geburtstagskind hatte grosse Freude daran. Uff...Ziel erreicht.

Ganz liebe Grüsse, Sandra

Sonntag, 26. Oktober 2014

Alles unter Strom - Die Jubiläumstorte für ein Elektrogeschäft

Kennt ihr das auch? Monatelang ist man von einem Rezept total überzeugt und plötzlich passt es irgendwie nicht mehr. Genau das ist mir bei der Torte zum 100-jähriges Firmenjubiläum für eine Elektrofirma passiert. Ich wollte da unbedingt eine Torte dazu liefern und habe mir lange überlegt, was es sein sollte. Mit dem Designe war ich sehr zufrieden, mit der Füllung aber nicht. Auch wollte ich einmal ein anderes Biskuit ausprobieren, als das Express-Biskuit.



Für die Umsetztung der Torte habe ich  mir als erstes ein Holzbrett zuschneiden lassen. Auf diese Brett legte ich aus Fondant den Schriftzug zum Jubiläum. Es sollte so aussehen, als ob es mit einem Kabel geschrieben wäre.



Aus Kapaplatten schnitt ich mit einem Japanmesser zwei Rondellen zu, für den Boden und den Deckel der Kabelrolle. Die belegte ich mit breiten, braunen Fondantstreifen, um Holzplanken vorzutäuschen. Mit meinem Airbrush hauchte ich den Böden etwas Leben ein. Diese Arbeiten habe ich schon drei Wochen zum Voraus erledigt!

Für das Biskuit habe ich ein neues Rezept angewendet: Warm aufgeschlagen. Das Biskuit hat eine gleichmässige, mittelfeine Porung, ist stabil und praktisch für alle Füllungen geeignet. Keine Angst, es geht ganz leicht.

Warm aufgeschlagenes Biskuit (für eine Springform von 22-23 cm Durchmesser)

300 g Eier
180 g Zucker
210 g Mehl

Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 180°C (Ober- Unterhitze) vorheizen.

Die Eier und den Zucker in eine grosse Schüssel geben. Am besten eignet sich eine Chromstallschüssel. Ich nehme immer die Schüssel meiner Kenwood. In einer Pfanne etwas Wasser aufkochen und die Schüssel darauf setzen. Das Wasser darf die Schüssel nicht berühren! Die Eier- Zuckermasse sofort mit einem Mixer gut durchrühren. Nun wird das Volumen der Masse immer grösser. Die Masse solange rühren, bis sie etwas mehr als Körpertemperatur hat.

Dann die Schüssel in die Küchenmaschine einspannen und sofort gut durchrühren, bis sie abgekühlt ist. Das kann gut 10 Minuten dauern. Wer keine Küchenmaschine hat, stellt die Schüssel in kaltes Wasser und rührt die Masse mit dem Mixer kalt.

Das gesiebte Mehl vorsichtig in die Eimasse einmelieren (unterheben). Die untergeschlagene Luft sollte möglichst in der Masse bleiben. Auf keinen Fall den Mixer dazu benutzen.

Die Masse in die vorbereitete Form geben und für ca 40 Minuten backen. Die Masse geht beim Backen nicht mehr viel auf.





Für die Torte habe ich das Rezept einmal in einer viereckigen Form gebacken und einmal in einer runden Springform.

In der Steckdosentorte war selbst gemachtes Lemon Curd (Hier findet ihr das Rezept). Diese Füllung hat mir gut gepasst und ich kann sie weiter empfehlen. Allerdings werde ich das nächste Mal etwas Butter aufschlagen und das Lemon Curd darunter rühren. Die Konsistenz würde mir dann besser passen. Damit der Kuchen feucht wurde und blieb, tränkte ich die einzelnen Böden mit verdünntem Zitronensirup, bevor ich das Lemon Curd aufstrich.

Bei der Kabelrolle habe ich eine Cognac-Ganache gemacht und wollte sie unter zimmerwarme Butter schlagen. Leider habe ich aber zuwenig Butter benutzt und die Ganache wurde zu fest. Nun weiss ich aber, dass man etwa gleich viel Butter wie Ganache benutzen muss, damit alles geschmeidig wird und bleibt. Da ich vom Rezept nicht überzeugt war, poste ich es hier nicht.

Nachdem die Torten gefüllt, eingestrichen und gekühlt waren, gings ans Finish. Zuerst stellte ich die runde Torte auf einen vorbereiteten "Holzboden" und drehte mit meinem Clay extruder fast drei Stunden lang Würste, die das Kabel darstellten. Am Ende taten mir die Finger und Hände arg weh.

Auf die fertig eingedrehte Torte kam der "Holzdeckel" und darauf die weiss eingedeckte Steckdose. Die Abdeckung mit den Löchern habe ich massstabgetreu aus Fondant, angefertigt.


Damit auch jeder sehen konnte, wer der Besitzer und wer die Gründer des Geschäftes sind und waren, habe ich die Portraits auf Esspapier ausgedruckt und mit ganz wenig Wasser an den Seiten der Steckdose, angeklebt.

Auf dem Empfang war es zuerst nicht jedem klar, dass die Kabelrolle eine Torte ist. Da musste ich schon lachen.


Liebe Grüsse, Sandra





Dienstag, 15. April 2014

Ferienplausch: Cupcake und Cakepops Kurs für die Kinder


Auch dieses Jahr wurde ich wieder angefragt, ob ich nicht für den Frühlingsferienplausch den Cupcake Kurs anbieten würde.
Damit es nicht langweilig wird, habe ich neu noch die Cakepops dazu genommen. Die Zeit mit den Kindern ist im Flug vorbei gegangen.



Ein paar Tage vor dem Kurs habe ich einen Anruf von einer Mutter erhalten. Sie klärte mich auf, dass ihre Tochter eine Weizenallergie hat und darum nur Dinkelmehl in den Gebäcken sein darf. Die Cupcake nehmen die Kinder jeweils von zu Hause mit. Aber das Biskuit für die Cakepops habe ich gebacken und mitgenommen. Daher war die Info für mich sehr wichtig und ich habe bei dieser Gelegenheit das Espress-Biskuit mit Dinkelmehl, an Stelle vom Weizenmehl, gebacken. Dabei habe ich aber ein Teil des Mehles durch Maisstärke (Maizena) ersetzt und auch wieder Backpulver dazu gegeben. Damit es einfacher ist, schreibe ich hier das Rezept auf:

Expressbiskuit mit Dinkelmehl und Maisstärke (geeignet für Weizenallergiker), für eine Springform von 24 - 26 cm Durchmesser

4 Eier
4 El heisses Wasser
200 g Zucker
170 g Dinkelmehl
80 g Maisstärke (Maizena)
1 TL Backpulver
60 g flüssige, kalte Butter

Die Eier in einer sauberen Schüssel (es darf kein Mehl drin sein, sonst werden die Eier nicht schaumig), anschlagen. Das heisse Wasser dazu geben und alles sehr schaumig schlagen. Den Zucker dazu geben und weiter schlagen, bis es eine dicke Creme gibt.

Das Mehl, die Stärke und das Backpulver sieben und löffelweise zur Eimasse geben. Ich habe dabei die Küchenmaschine auf der kleinsten Stufe laufen lassen. Das Mehl so schnell wie möglich aber so lange wie nötig, unterrühren. Zuletzt die flüssige Butter dazu giessen und noch einmal zügig unterrühren. In die vorberietet Form giessen und bei 180°C (Ober-/Unterhitze) für ca. 30 Minute backen. Stäbchenprobe machen. Das Biskuit ist super schön geworden und deutlich höher und stabiler als mit Weissmehl.

Angefangen haben wir den Nachmittag mit dem Mischen der Cakepopsmasse. Dafür habe ich dieses Rezept gemacht. An Stelle von Butter und Zucker kann man auch Resten von Buttercreme nehmen.

Nachdem die Kinder die Kugeln geformt hatten, gingen sie zum Abkühlen in den Kühli. In der Zwischenzeit haben wir die Toppings für die Cupecakes gemacht. Wie schon letztes Jahr habe ich auch heuer das, nicht nur bei den Kindern beliebte, Frosting mit saurer Sahne gemacht. Das Rezept findet ihr hier.

Weiter mischten wir eine gewöhnliche Zuckerglasur (Puderzucker angerührt mit Zitronensaft und eingefärbt mit Lebensmittelfarbe), zusammen.


Neu habe ich dieses Jahr die Zitronencreme mit Crème double gemacht. Bei diesem Rezept hat mir aber die frisch geriebene Zitronenschale nicht gefallen. Mir war sie irgendwie zu grob. Ich bin ja kein Fan von Aroma aus der Tüte. Aber bei dieser Crème würde ich wohl das nächste Mal auf das Produkt von Dr.Oetker Finesse, geriebene Zitronenschale, zurück greifen.


Hier ist nun das Rezept für die Crème:

Zitronencreme, Topping für ca. 12 Cupcakes

300 ml Crème double
55 g Puderzucker
fein geriebene Schale von einer Zitrone (ich würde das nächste Mal das Produkt von Dr.Oetker Finesse, geriebene Zitronenschale verwenden)
etwas gelbe Lebensmittelfarbe

Die Crème double mit dem Puderzucker zu einer dicken Masse schlagen. Die Zitronenschale und die Lebensmittelfarbe dazu rühren.
Mit einem Löffel oder einem Spritzbeutel die Cupecakes dekorieren.

Nachdem wir die Cupcakes dekoriert hatten, ging es wieder mit den Cakepops weiter. Dafür habe ich schon zum Voraus Schokolade geschmolzen, zum Überziehen der Pops. Hier das Rezept für ca 20 Pops.


Schokoladenglasur zum Überziehen von Cakepops

150 g Schokolade sorgfältig schmelzen.
10 g Kokosfett dazugeben und schmelzen.

Die Schokolade mit dem Fett umrühren und in einem eher hohen Gefäss ins warmen Wasserbad stellen, bis alle Pops glasiert sind. Diese Glasur muss wegen dem Koksfett nicht temperiert werden. Sie glänzt trotzdem sehr schön. Wie genau die Pops gemacht werden, könnt ihr hier nachlesen.


Zuletzt konnte jedes Kind mit reichlich Backwaren, Dekomateriel und Literatur nach Hause gehen. 


Sonntag, 4. August 2013

Auf den Hund gekommen: Pudeltaschentorte zum 11. Geburtstag

Endlich hat der Sommer den Weg zu uns gefunden. Mit ihm natürlich die hohen Temperaturen. Ideal zum Baden und Plantschen, ein Stress zum Kuchenbacken.

Für diese Torte habe ich mir lange überlegt, was für ein Kuchen ich backen und welche Füllung ich machen soll, damit sie den hohen Temperaturen stand hält. Dank genügend Vorlaufzeit und einem neuen Kühlschrank im Keller, hat es super geklappt.




Als erstes habe ich mich im WWW auf die Suche nach einem geeigneten Bild von einer Pudeldame gemacht. Nach dem ich wusste wie die Tasche aussehen soll, habe ich das Bild ausgedruckt und den Pudel ausgeschnitten.

Für die Tasche habe ich ein neues Rezept ausprobiert, dass auch ohne viel Füllung super lecker schmeckt. Es ist ein Rezept mit Nuss-Nougat-Creme, auch bekannt als Nutella. Ein weiterer Vorteil dieses Kuchens ist, dass er eben wird und keinen Hubel in der Mitte hat. Nach einem Tag Ruhezeit kann man ihn sehr gut füllen und auch schnitzen. Hier nun das Rezept:

Gebackener Nuss-Nougat-Creme-(Nutella)-Kuchen.

150 g Butter weich
130 g Zucker
3 Eier
1 Priese Salz
150 g Nüsse gemahlen
30 g Schokolade gerieben
270 g Nuss-Nougat-Creme
150 g Milch zimmerwarm
150 g Mehl
2 Tl. Backpulver

Die weiche Butter mit dem Zucker verrühren. Nach und nach die Eier, das Salz und die Nüsse dazu geben und weiter rühren, bis die Masse schaumig ist. Die Schokolade und die Nuss-Nougat-Creme dazu geben und weiter rühren, bis sich alles gut vermischt hat. Die zimmerwarme Milch dazu geben und vorsichtig weiter rühren. Das gesiebte Mehl und das Backpulver dazu sieben und solange weiterrühren, bis sich alles vermischt hat (So kurz wie möglich und so lange wie nötig unterrühren). Die Masse in eine Springform von 24 cm Durchmesser einfüllen und bei 180° C Ober-und Unterhitze für 40 - 50 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Für meine Tasche habe ich die Masse in einer rechteckigen Form von 27 x 18 cm, gebacken. Der Kuchen war schon nach 40 Minuten durch gebacken und wurde ca 4 cm hoch. 24 Stunden ruhen lassen.

Nach einem Tag habe ich den Kuchen in drei Stücke von ca. 8 cm geteilt und zu einer hohen Torte gestappelt. Zwischen jedes Stück kam eine Schicht Buttercreme-Ganache. Dafür habe ich eine weisse Ganache aus 300 g Schokolade und 150 g Sahen gemacht. Nach dem Auskühlen mischte ich sie mit gut 100 g weicher Butter. Am besten Stellt man diese Füllung vor dem Verarbeiten noch für ca. 30 Minuten in den Kühli.

Nach dem Füllen kam der nackte Kuchen für eine Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen konnte ich dann die Rundungen  und die seitliche Schräge der Tasche gut schnitzen und den Kuchen rund herum mit der Buttercreme Ganache einstreichen. Danach kam er wieder für eine gute Stunde in den Kühlschrank.

In der Zwischenzeit schnitt ich den Pudel aus Fondant aus (die Locken werden zuletzt mit Icing aufgespritzt) und formte die Schleifchen.  



Die Torte habe ich dieses Mal nicht im Ganzen mit weissem Fondant überzogen, sondern schnitt ein Vorder- und ein Rückteil aus, die ich mit Zuckerkleber an den gefüllten Kuchen klebte. Die Mitte der Taschen bedeckte ich mit einem Streifen aus Fondant. Das ging sehr einfach und vor allem sehr schnell. Auch habe ich wieder einmal mein Airbrush benutzt, um sie in einem schicken Pink zu besprühen. Auch die Schleifchen sind gebrusht. Mir persönlich gefällt das sehr gut, weil es so etwas den Charakter von Leder bekommt.

Für den Reissverschluss schnitt ich ein schmales Band aus Fondant zu, zeichnete es mit einem Zick-zackrädchen und bemalte es anschliessend mit Goldfarbe. Auch er wurde mit Zuckerkleber angeklebt.

Die schwarzen Zierwürstchen kaschieren die Anstossstellen des Fondant und sehen zudem sehr schick aus.


Für die Henkel der Tasche habe ich aus dem Baumarkt schwarze Schläuche geholt (nicht zu dick und zu steiff!). In die Schläuche zog ich einen Metalldraht, der sich biegen lässt und formte dass die Bügel. Die Enden sollten heraus schauen, damit sie in die Torte gesteckt werden können. Achtung! Vorher Strohhalme in die Torte stecken, damit kein Geschmack von Metall an das Gebäck geht.

Nach dem die Torte soweit ausgarniert war, klebte ich den Pudel mit Zuckerkleber auf die Tasche und malte die Augen auf. Danach mischte ich Icing an. Dieses Mal habe ich das Pulver ausprobiert, das man nur noch mit Wasser anmischen muss. Nach dem Anmischen sollte man es allerdings noch 10 Minuten, gut abgedeckt, stehen lassen, bevor man es weiter verwendet. Im Ganzen braucht es ca. 100 g Icing für die Locken.

Das Icing in einen Spritzbeutel mit einer Lochtülle (ca. 3mm Durchmesser) füllen und dem Pudel die Haare aufspritzen. Die Schleifchen anbringen und fertig ist die Taschen.



Sonntag, 10. Februar 2013

Back to the Roots: Mit Buttercreme und Spritzsack

Auf diese Torte habe ich mich richtig gefreut, weil sie mich ganz stark an meine Lehrzeit erinnert hat. Damals musste ich viele Buttercremetorten oder Rahmtorten herstellen.

Der Fotodruck wurde von der "Auftraggeberin" geliefert und ich sorgte für den Rest. Ohne jetzt den Fotodruck madig machen zu wollen muss ich sagen, dass ich etwas enttäuscht war: Er war für meinen Geschmack viel zu dunkel, so dass man das sexy roten Spitzenhöschen, dass aus den Jeans hervorlugt, gar nicht richtig sieht. Das Gut zum Druck sei viel heller gewesen, hat man mir gesagt. Trotz dem kleinen Manko, ist es aber dennoch eine schöne Torte geworden.

Für den Kuchen habe ich ein neues Rezept ausprobiert. Das Devil's Chocolate Cake aus dem Buch "Baby Cakes" von Debbie Brown. Ich habe das Rezept in einem Backrahmen von 35 x 23 cm gebacken und es wurde gut 4 cm hoch. Das ist perfekt, um es einmal durch zu schneiden. Hier nun das Rezept:

Devil's Chocolate Cake nach Debbie Brown

290 ml starken Kaffee
125 g dunkle Schokolade

290 g weiche Butter
465 g brauner oder weisser Zucker
5 Eier
290 g Sauerrahm (saure Sahne)
2 Tl Vanillezucker
1 Priese Salz
465 g Mehl
2 1/2 Tl Natron

Im heissen, starken Kaffee die klein geschnittenen Schokolade schmelzen. Abkühlen lassen.

Den Rahmen oder die Springform vorbereiten. Dabei den Rand der Form nicht auskleiden oder einfetten. Den Backofen auf 150° C Umluft oder 160°C Ober- Unterhitze vorheizen.

Die weiche Butter so lange rühren, bis sich Spitzchen bilden. Den Zucker dazu geben und weiter rühren. Danach den Vanillezucker und das Salz dazu geben. Ein Ei nach dem anderen solange unterrühren, bis die Masse heller geworden ist. Die Kaffee- Schokolademischung langsam dazu giessen und weiter rühren. Ebenso den Sauerrahm dazu giessen und weiter rühren. Das Mehl mit dem Natron sieben und sorgfältig unter die Masse rühren. Dabei gilt: So lange wie nötig, so kurz wie möglich rühren. Das Mehl sollte vollständig untergerührt sein.
Den Teig in die vorbereitete Form giessen, glatt streichen und für ca. 40 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

Nach dem Backen den Kuchen 10 Minuten auskühlen lassen. Danach aus der Form stürzen. Nachdem der Kuchen vollständig ausgekühlt ist, muss er in Frischhaltefolie gewickelt werden und für 24 Stunden ruhen. Nur so bekommt er die saftige Struktur.

Am nächsten Tag habe ich für die Füllung eine Buttercreme aus Ganache gemacht. Sie ähnelt der Express-Buttercreme aus meinem Blogg sehr. Die angegebene Menge reicht, um den Kuchen einmal zu füllen, groszügig einzustreichen und für die Randverziehrung.

Buttercreme mit Ganache

400 g Schokolade zartbitter (ich nehme da immer die von Cailler)
400 g Vollrahm (Sahne)
500 g Butter, weich
2 El Kakaopulver
2 El Puderzucker

Mit dem Rahm und der Schokolade eine Ganache herstellen. Wie das geht, habe ich hier erklärt. Die Ganache vollständig auskühlen lassen aber auf keinen Fall in den Kühlschrank stellen. Das dauert ca eine Stunde.

Die weiche Butter mit dem Puderzucker (nach Wunsch) sehr schaumig schlagen. Die Butter muss fast Weiss sein. Das ist wichtig, damit sie den typischen Buttergeschmack, den viele in der Buttercreme nicht lieben, verliert. Das gesiebte Kakaopulver unterrühren. Danach die Ganache unter ständigem Rühren löffelweise dazu geben. Kurz weiter schlagen.

Den Kuchen habe ich einmal durch geschnitten und auf den Boden ca 400 g selbst gemachte Konfitüre aus roten und schwarzen Johannisbeeren, gestrichen. Die zarte säure harmoniert perfekt mit der Schokolade. Nach dem Füllen und dem ersten Einstreichen mit Buttercreme kühlte ich die Torte über Nacht durch.

Am nächsten Tag bekam sie dann den endgültigen Schliff. Das heisst, sie wurde noch einmal komplett eingestrichen und die Ränder und Oberfläche geglättet. Da der Rest der Buttercreme über Nacht im Kühlschrank war, musste sie zuerst wieder geschmeidig gemacht werden. Dafür habe ich sie eine Stunde vor der Verwendung heraus genommen. Danach rührte ich sie mit dem Handmixer über dem warmen Wasserbad, bis sich alles wieder so samtig anfühlte, wie am Tag zuvor. Die Buttercreme wird dabei wieder deutlich heller.

Damit die Oberfläche noch das edle Aussehen bekam, staubte ich sie mit Kakaopulver. Nach dem Auflegen des Fotodruckes habe ich noch die Ränder gespritzt. Darauf habe ich mich so lange gefreut. Hier ist noch eine Vidoanleitung wo ihr sehen könnt, wie das gemacht wird. Ich liebe das Arbeiten mit dem Spritzsack. 






Montag, 28. Januar 2013

Maritime Geburtstagstorte. Schiff ahoi!!

Vor zwei Wochen wurde ich von Alessia angefragt, ob ich nicht eine Torte für ihre beste Freundin zum 18. Geburtstag machen könnte. Bei der Besprechung des Projektes kristallisierte sich sehr rasch heraus, dass das Motiv maritim sein sollte. Die jungen Frauen lieben es nämlich, auf Kreuzfahrt zu gehen. Nicht dass man jetzt meint sie würden alle naselang auf hoher See verbringen. Nein! Sie waren erst einmal zusammen auf einer Seereise und das hat gereicht, um die Sehnsucht nach mehr Meer zu wecken.


Für die Torte habe ich zwei Mal das Rezept von der weltbesten Sachertorte von Burgi aus Chefkoch.de, gebacken. Weil ich das Rezept so gerne mache, poste ich es nun an dieser Stelle.

Weltbeste Sachertorte

Sachermasse:

130 g Butter
125 g dunkle Schokolade 70%
40 g Zucker
2 El Rum oder Wasser
80 g Weissmehl
35 g Stärkemehl
15 g Kakaopulver
1 Priese Backpulver
120 g Eigelb zimmerwarm (ca. 8 Eier)
180 g Eiweiss zimmerwarm (ca. 8 Eier)
60 g Kristallzucker
1 Priese Salz

Die Butter mit der Schokolade und dem Zucker bei kleiner Temperatur sorgfältig schmelzen. Masse in eine Rührschüssel geben, nach und nach die Eigelb und den Rum oder das Wasser, unterrühren. Solange schlagen, bis die Masse an Volumen zugenommen hat und heller wird.

Das Mehl mit dem Stärkemehl, dem Kakaopulver und dem Backpulver sieben. Das Eiweiss mit dem Kristallzucker und dem Salz zu einem nicht zu steifen Schnee schlagen.

Den Eischnee und das Mehlgemisch abwechslungsweise sorgfältig unter die Masse heben.

Die Masse in eine Form von 22 cm Durchmesser füllen und bei 160 Grad (Ober- Unterhitze) für ca. 45 bis 60 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Das Biskuit auskühlen lassen. Nach dem Auskühlen wird es einmal durch geschnitten. Der Boden mit Rum oder Läuterzucker tränken. 300 g passierte Aprikosenmarmelade aufkochen. Den getränkten Boden mit etwas heisser Marmelade bestreichen und decken. Die so gefüllte Torte auf ein Gitter über einer Auffangschale (Kuchenblech) stelle. Die restliche, heisse Marmelade mit einem Schwung drauf giessen und überlaufen lassen. Wenn nötig etwas am Gitter rütteln, damit sich die Marmelade gleichmässiger verteilt. Sie wird nach dem Erkalten spiegelglatt.

Canache-Glasur

180 g Sahne
180 g Zartbitterschokolade gehackt
1 1/2 Blatt Gelatine, kalt eingeweicht
25 g Butter kalt in Stücken

Die Sahne aufkochen und über die gehackte Schokolade giessen. Sofort gut umrühren. Die eingeweichte Gelatine sorgfältig auflösen, zur Ganche geben und gut unterrühren. Zuletzt die Butter in der Ganache auflösen, indem man mit einem Löffel sachte drin rührt (nicht mit einem Schwingbesen!). Die Glasur ist perfekt, wenn sie den Rücken des Löffels zäh überzieht.

Die Glasur  mit einem Schwung auf die Vorbereitete Torte giessen und abrinnen lassen. Es werden weder Pinsel noch Spateln benötigt, um einen perfekten Überzug zu erhalten.
Die Torte schmeckt noch nach mehreren Tagen saftig und frisch!


Für diese maritime Tore habe ich natürlich den Überzug aus Marmelade und Ganache nicht gemacht. Ich habe dafür jedes Biskuit einmal  mit nicht passierter Aprikosenmarmelade gefüllt. Die zwei Torten setzte ich mit richtig viel aufgeschlagenen Ganache, parfümiert mit Baylis, zusammen. Eingestrichen habe ich sie ganz normal, mit Ganache aus Zartbitterschokolade.


Für die Randgestalltung setzte ich blaue und weisse Streifen aus Fondant auf einem Backpapier zusammen. 



Die gut gekühlte Torte wurde dann in diese Streifen gewickelt, sozusagen aufgerollt. Das funktioniert aber nur, wenn die Füllung fest ist.



Zuletzt gab es noch ein Top aus blauem Fondant. Noch etwas glätten und schon war sie parat für den Endspurt.



Damit der Übergang vom Rand zur Oberfläche nicht mehr zu sehen ist, habe ich mit dem Clay Extruder ein Seil gedreht und an die Kante geklebt. Das Schiff sowie das Steuerrad und der Anker sind aus Blüenpaste. Zudem habe ich in das Schiff noch einen stabilen Draht eingearbeitet, damit es garantiert nicht auf die Idee kommt, zu kippen. Solche Dekorationen müssen immer einige Tage zum Voraus gemacht werden, damit sie wirklich gut trocknen können.
Diese Elemente habe ich dann noch adrett platziert beziehungsweise angeklebt.

Die Auftragsgeberin war sehr angetan vom Törtchen. Somit habe ich das Ziel erreicht!


Samstag, 14. Juli 2012

Mandelkuchen im Leopardenprint

Mit diesem Törtchen habe ich vier Experimente auf einen Schlag durch geführt. Als erstes wollte ich unbedingt einmal den Leopardenprint ausprobieren. Dazu wollte ich den Rührkuchen im Leoprint backen, ein neues Rührkuchenrezept ausprobieren und eine neue Buttercreme testen, die ideal für den Sommer ist. Sie schmilzt nämlich nicht so schnell davon, wie die herkömmlichen.


Mit dem Leopardenprint bin ich sehr zufrieden. Ich habe gemerkt, dass es sehr wichtig ist, die hellen Punkte und dunklen Linien mit dem Pinsel zu stupfen, nicht zu malen. Die meisten von Euch wissen sicher, wie man Leopardenmuster aufmalt. Ansonsten gibt der Onkel Google gerne Auskunft, oft sogar mit Video.

Nun zum Biskuit im Leopardenlook: Es ist mir diesmal nicht ganz so gelungen, wie ich das gerne hätte. Ich werde noch einmal ein Probekuchen backen und dann zeigen, wie dieser Look geht. Vorab aber ein Foto vom Anschnitt.



Dafür gibt es ein neues, leckeres Rezept für diesen Kuchen. Es ist eine Mandelbuttermasse und schmeckt sehr lecker. Sogar denjenigen, die eigentlich gar nicht gerne Marzipan haben.

Mandelrührkuchen mit Mandelmasse
für einen Springform von 20 cm Durchmesser

150 g Butter, weich
4 El Wasser
ca. 250 g Eier
Bittermandelaroma nach Belieben
180 g Mehl
1/2 (5g) Backpulver


Den Boden der Springform mit Backpapier belegen.
Die Mandelmasse mit dem Wasser verrühren. Die weiche Butter dazu geben und alles schaumig rühren. Nach und nach die Eier und das Aroma dazu geben und weiter schaumig rühren. Das Mehl und das Backpulver sieben und sorgfältig mit der Masse vermischen.
Die Masse in die Springform geben und auf der unteren Hälfte des auf 180° C vorgeheizten Ofens (Ober-Unterhitze) für ca 40 - 50 Minute backen (Stäbchenprobe!). Wenn die Oberfläche zu schnell braun wird, mit Alufolie abdecken.

Das Biskuit, das sehr lecker ohne Füllung schmeckt, habe ich mit einer Kirschbuttercreme (die feuriges Kirschwasser enthält), eingestrichen. Hier das Rezept, das auch im Sommer nicht davon läuft.

Buttercreme Meringage Italien

200 g Zucker
75 g Wasser
25 g Glukose

75 g Eiweiss
50 g Zucker

250 g Butter, weich

200 g Zucker mit dem Wasser und der Glukose in einem kleinen Pfännchen auf 119° C (95°R) einkochen. In der Zwischenzeit das Eiweiss mit 50 g Zucker zu Schnee schlagen. Den schönsten Eischnee erhält man, wenn die Küchenmaschine nicht auf der höchsten Drehzahl läuft, sondern nur mit etwa dreiviertel der vollen Kraft.

Das auf ca 119° C erhitzte Wasser-Zucker Gemisch langsam und in dünnem Faden in den Schnee einlaufen lassen (das Tempo der Küchenmaschine auf Stufe 1 oder 2 drosseln). Danach den warmen Schnee kalt rühren.

In der Zwischenzeit die Butter schaumig aufschlagen. Nun den kalt gerührten Schnee mit der aufgeschlagenen Butter sorgfältig aber gründlich vermischen.

Das gewünschte Aroma oder den gewünschten Schnaps nach Belieben dazu rühren.

Mein Probetörtlein habe ich ins Büro mit genommen, wo es gerne gegessen wurde.


Mittwoch, 20. Juni 2012

Des rätsels Lösung heisst: "Kiewskij Tort" oder zu Deutsch "Kiewer Torte"

Seit Anfang des Monats liegt das Rezept für die Kiewer Torte bei mir auf dem Schreibtisch. Mich hat es schon lange in den Fingern gejuckt, sie zu backen. Gestern nun konnte ich sie endlich anschneiden und ich bin begeistert. Das Rezept werde ich auf alle Fälle noch öfters machen.


Original ist die Torte gefüllt mit einer Caramell- Buttercreme. Ich habe das Rezept diesbezüglich abgeändert und sie mit Sahne und frischen Erdbeeren gefüllt. Genau das ist aber das tolle an dieser Torte: Mann kann sie füllen wie man möchte. Und wenn sie mit Buttercreme oder Ganache eingestrichen wird, so kann man sie sogar mit Fondant eindecken. Das Rezept langt für eine Torte von 25 cm Durchmesser. Ich habe mich allerdings für Törtchen von 15 cm Durchmesser entschieden. Dafür gab es dann gerade drei Stück davon. Hier also das Rezept:

Kiewskij Tort

250 g weiche Butter
600 g Mehl
5 Eigelb
5 Eiweiss
400 g Zucker
5 El Crème fraîche oder Sahne
1 Pr. Natron oder ersatzweise Backpulver
150 g Baumnüsse (Walnüsse) grob gehackt

Die Butter und das Mehl mit einem Teighorn oder Messer zusammenschneiden. Es sollte ein krümeliges Pulver ergeben.


Die Eigelb mit 200 g Zucker schaumig Rühren. Das Natron mit der Crème fraîche vermischen und zur Eimasse geben. Das Mehl dazugeben und rasch zu einem Teig kneten (nicht zu lange, sonst wird der Teig zäh). Den Teig für ca. zwei Stunden in den Kühli geben.

Den Teig 4 mm dick auswallen und sechs Kreise von 25 cm Durchmesser ausstechen. Für meine Törtchen habe ich 12 Kreise von 15 cm Durchmesser ausgestochen und keine Teigresten mehr über gehabt. Die Kreise auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Den Backofen auf 190 - 200°C Umluft vorheizen.

Das Eiweiss zusammen mit den restlichen 200 g Zucker steif schlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das dauert ca 5 Minuten. Der Schnee sollte samtig aussehen, zart sein und seine Form gut behalten.

Die Böden nacheinander für ca 5 Minuten backen. Der Rand sollte sich leicht bräunen. Danach auf jeden gebackenen Boden Eiweissschaum aufstreichen und mit 150g Baumnüssen bestreuen.


Die Böden weiter backen, bis die Eiweissmasse leicht bräunlich ist. Die Böden auskühlen lassen.
Original werden nun die Böden mit einer Buttercreme aus 200 g Butter und 250 g caramellisierter Kondensmilch, gefüllt. Für meine Füllung braucht man:

1 lt Halbrahm (fettreduzierte Sahne, 25% Fettgehalt)
500 - 750 g süsse Erdbeeren

Den Rahm mit dem Vanillezucker steif schlagen. Ein paar schöne Erdbeeren für die Garnitur zur Seite legen, den Rest klein schneiden. Die Törtchen mit der Sahne und den geschnittenen Erdbeeren füllen. Pro Törchen habe ich vier Böden gebraucht.
Die Torte mit Sahne einstreichen.


Nun die Torte mit dem restlichen Rahm und den Erdbeeren ausgarnieren. Vor dem Essen sollte sie für mindestens 10 Stunden im Kühlschrank durchziehen. Danach geniessen.


Eventuelle Resten können, ohne Erdbeergarnitur, gut eingefroren werden. Meine Nachbarin, die zur Genesung nach einer Operation ein Törtchen ab bekommen hat, hat sie mit "absolut himmlisch" bezeichnet. Da kann ich mich nur anschliessen!


Dienstag, 18. Oktober 2011

Schlaraffenlandtorte. Die Rettung aus dem Eigelbschlamassel

Manchmal habe ich echt das Problem, dass in meinem Kühlschrank zuviele Eigelbe sind. Gerade um die Weihnachtszeit herum, wenn man für einige Güetzli nur die Eiweisse braucht, weiss man fast nicht mehr, was man damit noch kochen könnte. Genau das gleiche Dilemma herrscht nach der Massenproduktion von Fondant. Die Katze kommt dann als Abnehmer auch nicht mehr in Frage. Es sei denn, man möchte einen Garfield.

Beim Stöbern im meinen unzähligen Kochbüchern habe ich aber das tolle Rezept der Schlaraffenlandtorte entdeckt.



Sie ist unheimlich lecker, ob mit oder ohne Füllung. Hier nun das Rezept. Es reicht für eine Springform von  22 - 24 cm Durchmesser.

Schlaraffenlandtorte 

Die Torte schmeckt je nach Honigsorte und Nüssen immer wieder anders

200 g dunkle Schokolade
100 g Milchschokolade
2 El Rum oder anderen Schnaps
250 g Honig
250 g Butter
5 Eigelb
150 g grob gehackte Mandeln oder andere Nüsse
125 g Mehl
1 Tl. Backpulver

Die Schokoladen grob zerbröckeln und mit dem Honig und dem Rum in einer kleinen Pfannne auf kleinem Feuer schmelzen. Die Mischung etwas auskühlen lassen.
Die Butter weich rühren. Mit den Eigelben rühren, bis die Masse etwas heller ist. Nun die ausgekühlte Schokolademischung darunter rühren. Die gehackten Nüsse dazu geben.
Das Mehl mit dem Backpulver sieben und vorsichtig unter die Masse rühren. In die vorbereitete Form füllen und ca. 60 Minuten bei 180°C Ober- und Unterhitze auf der untersten Schiene des Ofens backen. 
In Folie eingepackt ist diese Torte im Kühlschrank 10 Tage haltbar.



Auf dem Foto seht ihr die halbe Teigmenge. Da ich keine Mandeln oder Haselnüsse daheim hatte, spülte ich die gesalzenen Aperitiferdnüsse meines Mannes ab und benutzte diese dann. Der wird staunen wenn seine Nusstüte fast leer ist. Hihihihi.

Dienstag, 30. August 2011

Marzipan- Schichttorte, diesmal ohne Aprikosen.

Für einen grossen Marzipan-Fan plane ich eine Marzipan-Schichttorte. Auch wenn das original Rezept auf Chef Koch mit Aprikosen ist, machete ich sie diesmal aber mit Pfirsichen. Der Grund ist simpel: In meinem Keller stehen noch  einige Gläser selbst eingemachter Pfirsiche vom letzten Jahr. Es wird also langsam Zeit, die zu verwenden.



Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, habe ich mich für eine quadratische Variante entschieden. Da ich aber nur ein Backrahmen habe und es mir wichtig war, dass ich alle Böden nacheinander und sofort backen konnte, habe ich mir folgendes überlegt:
Ich backe immer zwei Böden zusammen und falte mir darum noch zwei weitere Formen aus Backpapier. Die Biskuits sollen die Endmasse von 18 x 18 cm haben. Dafür zeichnete ich mir ein langes Rechteck von 20 x 38 cm auf zwei Backpapiere (die Böden ziehen sich ja beim Backen zusammen). Entlang der aufgezeichneten Linien werden die Kanten gefaltet und wie bei einem Paket die Ecken gefaltet und mit Büroklammern befestigt.



Das funktionierte sehr gut, weil die Böden dünn sind. Nun die so gefalteten Formen auf ein Backblech stellen und ein Drittel des Teiges einfüllen.


Zusammen mit der Backrahmenform sind so drei lange Böden entstanden, die nur noch halbiert werden mussten.



Meine Torte wird diese Woche noch fertig ausgarniert. Diesmal aber fast ohne Fondant.

Hier aber nun das Rezept das auch für 6 Böden à 24 cm Durchmesser langt.

Aprikosen oder Pfirsich-Marzipan-Schichttorte

Für den Rührteig:

250 g Butter
250 g feiner Zucker
1 El Vanillezucker
1 P. Salz
6 Eier
150 g Mehl
100 g Speisestärke
3 Tl Backpulver
3 El Aprikosen- oder Pfirsichsaft
1 Fläschchen Rumaroma oder 2 El Rum

Für die Füllung:

480 g eingemachte (Dose), abgetropfte Aprikosen oder Pfirsiche
3 El Zucker (ich habe ihn weg gelassen)
20 g Mondamin in wenig Saft aufgelöst (wer mag gibt noch etwas Gelatine dazu. Ich habe sie aber weg gelassen) oder 2 Beutel Tortenguss klar
200 g Mandelmasse
Etwas Mandelaroma

Für den Rührteig die weiche Butter mit dem Zucker schaumig schlagen. Vanillezucker und Salz dazu geben. Ein Ei nach dem anderen dazugeben und so lange weiterrühren, bis die Masse schaumig und deutlich heller ist. Die Flüssigkeiten in einem Faden zur Masse rühren. Das Mehl mit der Speisestärke und dem Backpulver sieben und vorsichtig, aber gründlich unter die Masse heben. Aus diesem Teig werden nun nacheinander 6 Böden gebacken.  Am besten benutzt man dazu Springformen oder Backringe oder macht es so, wie ich es oben beschrieben habe. Der Boden der Formen mit Backpapier auslegen. Pro Boden benötigt man 3 – 4 El Teig. Die Böden werden im auf 220°C vorgeheizten Ofen ca. 7 – 8 Minuten gebacken. Vor dem Füllen müssen sie ganz auskühlen.

Für die Füllung die Aprikosen oder Pfirsiche abtropfen lassen. Den Saft auffangen. Er wird ja für den Rührteig verwendet. Die Aprikosen oder Pfirsiche pürieren, mit dem Zucker und etwas Fruchtsaft vermischen und glatt rühren. Den Tortenguss oder die aufgelöste Speisestärke dazu geben und kurz aufkochen lassen, bis sich alles aufgelöst hat. Die verbröselte Mandelmasse mit dem Aroma (evt. auch die Gelatine) dazu geben und glatt pürieren. Etwas abkühlen lassen.

Die Böden mit der Füllung zu einer Torte schichten. Am besten geht das, wenn die Böden mit einem Ring umstellt werden. Die Torte im Kühlschrank fest werden lassen.

Nach Belieben mit Ganache einstreichen und mit Fondant überziehen.

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