Montag, 2. Januar 2012

Schon wieder wird gebacken: Pausenbrötli für den Vorrat im Tiefkühler

Als erstes wünsche ich Euch allen ein frohes und gesundes neues Jahr. Hoffentlich konntet ihr den Jahreswechsel auch so schön feiern, wie ich. Bis auf den fehlenden Schnee waren die Tage einfach nur wunderschön. Wir haben viel und gut gegessen, viel geschlafen und waren oft an der frischen Luft. Nun geht der Alltag schon bald wieder los und dafür will ich doch schon etwas gerüstet sein.

Seit etwa zwei Jahren backe ich regelmässig für meinen Mann die leckeren Pausenbrötli. Aus einem Kilo Mehl ergeben sich etwa 20 Brötchen. Die packe ich nach dem Erkalten in Tiefkühlbeutel und friere sie ein. Jeden Tag nehme ich eines heraus und gebe es meinem Liebsten mit zur Arbeit. Das Gute daran ist, dass sie nur etwa eine Stunde zum Auftauen brauchen und so fix parat sind.



Hier nun das Rezept für die tollen Teile:

Pausenbrötli

1 kg Mehl. Oft mache ich eine Mischung aus 500 g weissem Weizen- oder Dinkelmehl und 500 g dunklem Mehl. Ihr könnt da nehmen was ihr wollt. Beachtet aber, dass ihr wirklich einen Anteil von mindestens 500 g weissem Mehl nehmt.
20 g frische Hefe oder 1 Beutel Trockenhefe
20 g Salz
120 g Zucker
100 g Butter
1 Becher Naturejogurth (ca. 180 g)
ca. 400 - 600 g Vollmilch, zimmerwarm. Wenn nur weisses Mehl verwendet wird, so sollten 400 g Vollmilch langen. Wenn ihr schwereres Mehl dazu nehmt, so muss der Milchanteil erhöht werden. 
125 g Sultaninen oder andere Trockenfrüchte, eingeweicht in Wasser. Es können auch noch gehackte Nüsse oder Schokostücke dazu gegeben werden. 
1 Ei

Alle Zutaten ohne die Sultaninen und das Ei in die Schüssel der Küchenmaschine geben und auf der ersten Stufe für etwa 10 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Wer keine Küchenmaschine hat, kann die Zutaten von Hand zu einem geschmeidigen Teig kneten. Das dauert auch etwa 10 Minuten, braucht aber etwas mehr Kraft und Ausdauer.
Der Teig hat die richtige Konsistenz, wenn er sich vom Schüsselboden löst. Nun die abgetropften Sultaninen dazu geben und kurz weiter kneten. Nicht zu lange, sonst zerdrückt ihr sie.
Nun gibt es zwei Möglichkeiten zur Verarbeitung des Teiges. Eine schnellere und eine langsamere. Bei schwereren Teigen mit viel Früchten und dunklem Mehl empfehle ich die langsamere Art.

Langsamere Art: Die Schüssel mit dem Teig mit Klarsichtfolie abdecken und das Ganze so verpackt über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Morgen die Schüssel aus dem Kühlschrank nehmen und etwa eine Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen. Teile von 100 g abwägen und rund aufwirken. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech absetzen und mit einer aufgeschnittenen sauberen Plastiktüte abdecken. Die Brötchen etwa 90 Minuten gehen lassen. Sie sollten ihr Volumen um ein Drittel vergrössert haben. Die Teilchen mit Ei bestreichen und anschliessend mit einem scharfen Messer mutig einschneiden.




Schnellere Art: Die Schüssel mit dem Teig mit Klarsichtfolie abdecken. Den Teig aufs Doppelte aufgehen lassen. Das kann bei kühlerem Wetter durchaus 90 Minuten dauern. Aus dem gegangenen Teig Teilchen von 100 g abwägen und rund aufwirken.  Auf ein mit Backpapier belegtes Blech absetzen und mit einer aufgeschnittenen sauberen Plastiktüte abdecken. Nach ca. 20 Minuten das Plastik wegnehmen und die Brötchen mit Ei bestreichen. Jedes Teilchen mit einem scharfen Messer mutig einschneiden. 


Die Brötchen werden nun im auf 220°C Unter-Oberhitze oder 200°C Umluft ca. 20 Minuten gebacken. Das beste Backresultat bekommt man, wenn man die Bleche in den Ofen schiebt und dann mit einem Wasserzerstäuber drei, vier Mal Wasser in den Ofen sprüht. Der Dampf macht die Brötchen besser. Je nach Ofen müssen die Bleche nach ca 10 Minuten vertauscht werden.



Nach dem Backen vollständig auskühlen lassen, in Tiefkühlbeutel verpacken und einfrieren. So lecker!!


Kommentare:

  1. Ohhh Sandra, das Rezept liest sich wieder suuuuper. Da werde ich mir gleich einmal wieder Pluspunkte bei meinem Mann holen, denn er lieeeebt diese Brötchen. Ich bevorzuge die langsamere Variante, da ich das Korn selbst mahle auch die nötige Zeit habe.

    Deine sehen schon mal ganz lecker aus und da noch eine gute Butter drauf oder gar Nutella, da lacht das Herz meines Mannes !!!

    Sandra, ich könnt Dich grad knuddeln, denn so kann ich meinen Backhorizont immer wieder erweitern und es kommt Freude im Hause auf !!!

    Vielen Dank und PROSIT NEUJAHR von
    Renate

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Sandra,
    auch dir ein frohes 2012.
    Das mit den Pausenbrötli muss ich auch mal für meine Kinder ausprobieren. Bin immer wieder auf der Suche nach Znüniideen. Würden die Brötli wohl auch ohne Rosinen, Nüsse oder Schoggi schmecken?
    Liebe Grüsse
    Himbeeri

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Renate

    Den Knuddel nehme ich gerne an. Sowas tut doch immer gut.
    Das Rezept ist wirklich toll. Du kannst zum Beispiel den Jogurth weg lassen und Quark nehmen. Oder einfach nur Milch. Und wenn mal ein Rest Sahne ist, der dringend weg muss dann nimmst Du die und gibst vielleicht etwas weniger Butter hinein.
    Selbst gemahlenes Mehl ist natürlich am aller besten. Der Duft von so einem Mehl ist einfach unvergleichlich. Bei uns im Ort haben wir eine Drogerie, die eine kleine Steinmühle haben und so kiloweise Korn mahlen. Himmlisch.

    Nun wünsche ich Dir einen frohen Backtag und ganz liebe Grüsse,
    Sandra

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Himbeeri

    Danke Dir für die lieben Wünsche.

    Wenn Du diese Brötchen ohne Einlagen machen willst, so schmecken sie wie Grittibänzen (je nach dem, was für Mehl Du nimmst). Natürlich kannst Du aber auch den Abrieb von Orangen oder Zitronen hinein geben. Das schmeckt himmlisch. Oder zu Weihnachtszeit gibst Du etwas Zimt dazu. Lecker! Je öfter Du sie bäckst, umso kreativer wirst Du, ganz sicher.

    Ganz liebe Grüsse, Sandra

    AntwortenLöschen
  5. das liest sich wirklich sehr gut ;-) ..das rezept ist gespeichert...

    AntwortenLöschen
  6. Hi Lina

    Schön wenn Dich das Rezept glustig macht.

    Liebe Grüsse, Sandra

    AntwortenLöschen
  7. Liebe Sandra,

    ich werde morgen Deine Brötli ausprobieren und werde Dir berichten. Ich werde sie über Nacht gehen lassen und am Sonntag dann fertig backen. Die erste Kostprobe gibt es dann am Nachmittag zum Kaffee mit Butter und selbstgemachter Marmelade !!!

    Lieben Gruß und Knutscher Renate

    AntwortenLöschen
  8. Guten Abend Renate

    Uuuuhi, Du musst unbedingt berichten. Ich bin auch schon sehr gespannt auf das Resultat. Mit selbst gemachter Marmelade sind die sicher himmlisch! Ich warte auf Deine Rückmeldung.

    Schlaf gut und ganz liebe Grüsse, Sandra

    AntwortenLöschen
  9. Hallöchen liebe Sandra,

    bevor ich den PC ausschalte, muß ich Dir doch unbedingt noch sagen, daß Deine Brötli wunderbar geworden sind. Ich habe mich für die langsame Variante entschieden, gestern angesetzt, heute aus dem Kühlschrank genommen und weiterverarbeitet, wie Du es beschrieben hast. Ich habe Dinkel und weißes Mehl verwendet. Mit Joghurt einfach spitzenmäßig.
    Natürlich dann noch mit Butter und Zwetchkenmarmelade zum Kaffee - es war einfach suuuper. Die anderen habe ich eingefroren und mein Mann wird täglich eines bekommen und darauf freut er sich schon !!!

    Nochmals vielen Dank und als nächstes wird "Herr Schmalhans" in den nächsten Tagen nachgebacken werden.

    Lieben Gruß und einen guten Wochenstart wünscht Dir Renate

    AntwortenLöschen
  10. Guten Morgen Renate

    Ich habe gestern ganz stark an Dich gedacht. Wie wohl die Brötchen geworden sind. Suuupppeeer, dass Du gut damit klar gekommen bist.
    Bei der langsamen Methode können sich mehr Geschmacksstoffe bilden. Zudem halten sich diese Brötchen etwas länger frisch, als bei der schnellen Variante. Man kann sogar bei jedem Teig machen 100 g des Teiges weg nehmen und in den Kühli stellen. Beim nächsten Backen wird dieser Teig mitverarbeitet und man nimmt dann wieder 100 g weg. Das will ich als nächstes versuchen.

    Ganz liebe Grüsse, Sandra

    AntwortenLöschen
  11. Hallo Sandra,

    das mit dem Teig wegnehmen und in den Kühli funktioniert wunderbar auch bei diversen Brotsorten. Es entwickelt sich einfach dadurch ein besserer Geschmack, finde ich und beim Brot braucht man auch nicht viel Hefe- bzw. Sauerteig !!

    Lieben Gruß Renate

    AntwortenLöschen
  12. Dann werde ich das das nächste Mal machen (wenn ichs nid vergess).

    Ganz liebe Grüsse, Sandra

    AntwortenLöschen

Ich freue mich sehr, wenn ihr hier Euren Kommentar hinterlasst!

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...